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Phosphatemissionen

Kostenlose Phosphatrechte für holländische Milchviehbetriebe

Kühe_in_Niederlande
Die EU erlaubt den Niederlanden den Handel mit Phosphatrechten. © Maren Diersing-Espenhorst
von am
03.01.2018

Das niederländische Handelssystem für Emissionsrechte wurde von der EU genehmigt. Damit ist die Voraussetzung für Ausnahmeregelungen bei der Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie geschaffen.

Die EU-Kommission hat das niederländische Handelssystem für Emissionsrechte genehmigt, mit dem die Haager Regierung den Phosphatausstoß der heimischen Milchproduktion begrenzen und die Wasserqualität verbessern will. Das neue System ist am 1. Januar in Kraft getreten.

Den Milchviehbetrieben werden kostenlose Phosphatrechte zugewiesen wobei die Zahl der am 2. Juli 2015 gehaltenen Kühe abzüglich eines Kürzungssatzes von 8,3 Prozent maßgeblich ist. Die Kürzung gilt nicht für Betriebe, die ihre gesamte Rindergülle unter Einhaltung der umweltrechtlichen Vorgaben auf eigenen Flächen ausbringen können. Bei jedem Handel mit den Rechten werden 10 Prozent des jeweiligen Volumens in einer sogenannten Phosphatbank einbehalten. Diese Zertifikate sollen flächengebundenen Landwirtschaftsbetrieben zugewiesen werden, um diese Wirtschaftsweise und Junglandwirte zu fördern.

Ausnahmen von der Nitratrichtlinie

Die Genehmigung des neuen Handelssystems ist die Voraussetzung dafür, dass die EU-Kommission auch grünes Licht für landesspezifische Ausnahmeregelungen bei der Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie für den Zeitraum 2018 bis 2021 gibt. Die Entscheidung hierzu soll im April 2018 fallen. Bereits 2016 hatte die Haager Regierung die Einführung eines ähnlichen Handelssystems geplant, um die nationalen Phosphatüberschüssen zurückzufahren. Damals war die nationale Obergrenze von 173 Mio. kg Phosphat überschritten worden. Die Gegenmaßnahme erhielt aber aus beihilferechtlichen Gründen nicht die Zustimmung der EU-Kommission. Darauf setzten die Niederlande 2017 einen Branchenplan ein, um die Phosphatemissionen zu verringern. Dabei wurde auch der nationale Milchviehbestand kräftig abgestockt.

Mit Material von AGE

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Um bestehende Technik an neue Ausbringvorschriften anzupassen, bietet Graml Schlitzgeräte mit eigenem Fahrwerk. Diese übertragen keine Last auf das Fass und folgen diesem mit Hilfe einer Zwangslenkung. Mittels Aufbaustreuer kann Grünland nachgesät oder Zwischenfrüchte ausgebraucht werden. Als nachfolgende Wergzeuge können wie hier eine Planierschiene oder Rollstriegel montiert werden. © Maximilian Ruhl
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