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Milchproduktion

Künftig darf es keine Milchpreisvergleiche mehr geben

von , am
07.07.2011

Bonn - Wie das Bundeskartellamt entschieden hat, soll künftig kein direkter Vergleich aktueller Milchpreise einzelner Molkereien mehr stattfinden.

Zweiter Prüftermin Internationale DLG-Qualitätsprüfung für Milcherzeugnisse 2014. © red150770/fotolia.de
Die Entscheidung des Bundeskartellamtes zur Gestaltung von Marktinformationssystemen im Bereich der Beschaffung von Rohmilch vom 29. Juni 2011 hat umfassende Konsequenzen für die Milchwirtschaft. Künftig soll es nicht mehr erlaubt sein, aktuelle Milchpreise einzelner Molkereien zu veröffentlichen. Wie das Kartellamt begründet, würden die Milchpreisvergleiche gegen den Wettbewerb verstoßen. Außerdem soll die Referenzpreisbildung verboten werden: Damit die Molkereien nicht durch ihre Auszahlungsleistung identifiiziert werden, ist es nicht mehr erlaubt, dass diese ihre Preise an den Nachbarmolkereien orientiern. Milchpreise, die in Zukunft veröffentlicht werden müssen mindestens sechs Monate alt sein, da damit keine Rückschlüsse auf die aktuelle Preissituation möglich ist. Gruppenauswertungen, in die die Preise mindestens fünf Molkereien bestimmter Größen einfließen dagegen sei möglich.
 
 
Wie die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) meldet wurde durch die Entscheidung des Bundeskartallamts allen bis dahin am Markt befindlichen Preisvergleichen mit sofortiger Wirkung die Grundlage der Weiterführung entzogen. Die AMI allerdings konnte darauf als Erster reagieren und bietet ab sofort den einzigen kartellrechtskonformen Milchpreisvergleich am Markt an.
 

AMI bietet einzig rechtlichen Milchpreisvergleich am Markt

Der AMI MarktAktuell Milchpreisspiegel sorgt mit umfassenden Auswertungsmöglichkeiten zu den Auszahlungspreisen der Molkereien für Rohmilch weiterhin für die notwendige Transparenz am Milchmarkt und bietet eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen. Die Marktteilnehmer müssen somit nicht auf die gewohnt verlässlichen und hochwertigen Informationen verzichten. Zudem ermöglicht der Milchpreisspiegel zeitnahe Analysen von Vergleichspreisen nach Regionen sowie nach Produktionsrichtungen und Größenklassen der Molkereien. Unter Einhaltung der Vorgaben des Bundeskartellamtes sind zudem die Vergleichspreise für rund 90 Molkereien abrufbar. Umfassende Daten zum deutschen Milchmarkt wie die Erzeugerpreise, Fett- und Eiweißgehalte und die monatlichen Milchanlieferungen nach Bundesländern aus der amtlichen Statistik sowie die aktuellen Notierungen für Milchprodukte, Verbraucherpreise und eine umfassende Analyse der Marktsituation ermöglichen eine marktkonforme Einordnung der Ergebnisse.
 
Weitere Informationen zum AMI MarktAktuell Milchpreisspiegel finden Sie auf www.AMI-informiert.de oder persönlich unter 0228-33 80 5101 (Dr. Kerstin Keunecke).
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