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Landwirt gegen Freistaat

Kuh von Polizei erschossen: Landwirt bekommt 1.500 Euro Schadensersatz

Charolais blickt in Kamera
am Mittwoch, 23.09.2020 - 10:08 (Jetzt kommentieren)

Im Mai 2019 erschoss die Polizei das entlaufene Rind eines Landwirts aus Franken. Er verklagte daraufhin den bayerischen Staat auf Schadensersatz. Mit Erfolg.

Ein Landwirt aus Iphofen in Unterfranken hat den bayerischen Staat auf Schadensersatz verklagt. Die Polizei hatte nämlich im Mai 2019 sein entlaufenes Rind erschossen. Zu Unrecht, wie er fand. Agrarheute berichtete über den Fall.

Nun fiel am Landgericht Nürnberg-Fürth eine Entscheidung.

Unnötig: Polizei erschießt Kuh

Dem Rind des Landwirts aus Bayern gelang im Mai letzten Jahres die Flucht aus dem Schlachthof. Zusammen mit der Polizei wollte man es wieder einfangen.

Einer der Beamten erschoss die Kuh jedoch. „Aus heiterem Himmel und auf das mittlerweile erschöpfte stillstehende Rind“, sagte der Besitzer. Das sei aus seiner Sicht nicht nötig gewesen. „Die Beamten dachten, da das Tier sowieso geschossen werden muss, machen sie das einfach mal, so der Rinderzüchter.

Rinderzüchter erhält Schadensersatz für Kuh

Landwirt und sein Staatsanwalt im Gespräch

Er verklagte daraufhin den Freistaat Bayern. Der Landwirt erhoffte sich 1.500 Euro Schadensersatz. Eigentlich läge der Schaden jedoch bei circa 3.000 Euro.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth gab dem Rinderzüchter nun Recht. Die Polizei hätte Rücksprache mit dem Besitzer halten müssen. Es sei keine akute Gefahr von dem Rind ausgegangen.

Der Freistaat muss nun 1.500 Euro an den Landwirt bezahlen. Beide Seiten hätten sich auf einen Vergleich geeinigt, erklärte eine Gerichtssprecherin am Dienstag.

Mit Material von Augsburger Allgemeine Zeitung

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