Login
Großtierrettung

Kuh-Wehr: 3 Tierrettungen in nur 4 Tagen

Rettung einer Kuh
Thumbnail
Eva Eckinger, agrarheute
am
18.06.2018

Die Freiwillige Feuerwehr Schliersee wurde in nur vier Tagen gleich drei Mal zur Kuhrettung gerufen. Die Tiere saßen im See, im Fluss sowie in tiefen Felsspalten fest.

Die Feuerwehr Schliersee aus dem oberbayerischen Landkreis Miesbach wird zur "Kuh-Wehr", wie die Einsatzkräfte selbst auf ihrer Facebookseite berichten. Binnen vier Tagen mussten sie drei Mal ausrücken, um Kühe aus misslichen Lagen zu retten. Kühe im See, im Bach und in einer acht Meter Tiefen Felsspalte hielten die Kameraden auf Trab.

Einsatz 1: Schwimmende Kuh im Schliersee

Der erste Zwischenfall ereignete sich vergangenen Donnerstag. Ein besorgter Bürger meldete eine schwimmende Kuh auf dem Schliersee. Die Feuerwehr sowie die Wasserwacht rückten umgehend mit dem Boot an. Bis zum Eintreffen konnte die Kuh bereits an Land gebracht werden. Sie blieb glücklicherweise unverletzt.

Wieso und weshalb die Kuh unbemerkt in den Schliersee kam, ist unbekannt, berichtet die Feuerwehr. Die Kuh konnte nach kurzer Zeit glücklich Ihrem Landwirt übergeben werden.

Einsatz 2: Kuh im Flussbett gefangen

Doch gleich am nächsten Tag folgte der nächste Kuheinsatz. Diesmal hieß es wieder "Kuh im Wasser". Das Tier wollte wohl über den Bach Aurach, konnte aber das Flussbett aus eigener Kraft nicht mehr verlassen. Als die Feuerwehr ankam, war die Kuh bereits mehrere Stunden im Wasser und total entkräftet. Mit einem Hebegeschirr wurde sie dann mit vereinten Kräften und der Unterstützung örtlicher Landwirte gerettet.

Nach mehr als einer Stunde konnte die Kuh dann laut Feuerwehr auch überredet werden, in den Viehwaagen zu steigen. Dem Tier geht es den Umständen entsprechend gut.

Einsatz 3: Kühe im tiefer Felsspalte

Damit aber nicht genug. Zwei Tage später befanden sich die nächsten Kühe im Landkreis Miesbach in einer Notlage. Zwei Tiere waren etwa acht Meter in eine Felsspalte abgestürzt. Mittels Greifzug, Bandschlingen, Rettungs- und Arbeitsleinen sowie Muskelkraft konnten beide Kühe gerettet werden. Das gesamte Gerät musste etwa 300 Meter über unwegsames Gelände zur abgelegenen Einsatzstelle getragen werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Schliersee bedankte sich bei allen Helfern der Bergwacht sowie den Landwirten, die sie tatkräftig unterstützten. Und die Einsatzkräfte hoffen wohl, das die Kühe aus dem Oberland die nächsten Tage ruhig und brav auf ihren Weiden bleiben.

Mit Material von Freiwillige Feuerwehr Schliersee

Feuerwehr wird zur Kuh-Wehr: Spektakuläre Bilder

Kuh im Schliersee
Kuh im Schliersee
Kuh im Schliersee
Feuerwehreinsatz am Wasser
Kuh im Fluss
Kuh im Bach
Feuerwehr im Einsatz
Kuhrettung aus Felsspalte
Kuhrettung aus Felsspalte
Auch interessant