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Haltung und Mast

Kuhbestände im Norden steigen

von , am
10.07.2013

Hannover - Die Milchviehhaltung konzentriert sich in Deutschland immer stärker auf den Grünlandgürtel entlang der Küsten und Flussmarschen.

Niedersachsen will von der EU als BHV1-freie Region anerkannt werden. Deshalb tritt ab heute, 1. November, eine neue Verordnung in Kraft. © landpixel
Von der Eifel über den Niederrhein sowie Niedersachsen und Schleswig-Holstein bis nach Mecklenburg-Vorpommern ziehen sich nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes die Standorte für die Milchviehhaltung. Nach den Daten der jüngsten Viehzählung vom Mai 2013 stehen zwar weiterhin die meisten Kühe in Bayern, die nördlichen Bundesländer dagegen stocken ihre Kuhbestände leicht auf. Dies trifft beispielsweise für Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen mit Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahr von 2,4 bis 2,7 Prozent zu. Nach den absoluten Zahlen betrachtet aber bleibt Bayern mit 1,2 Millionen Kühen wichtigstes Milchland vor Niedersachsen mit 820.000 Kühen. Mit deutlichem Abstand folgen Nordrhein-Westfalen mit 410.000 sowie Schleswig-Holstein mit 386.000 Kühen. Bundesweit wurden 4,2 Millionen Kühe gezählt, knapp ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 

Rückgang in der Milchviehhaltung

Die Zahl der Milchviehhaltungen, wie die Agrarstatistiker definieren, liegt aktuell bei 81.000. Gegenüber dem Vorjahr gab es hier entgegen der steigenden Kuhzahl einen Rückgang von 4,7 Prozent. Vor fünf Jahren ermittelten die Agrarstatistiker bundesweit noch mehr als 100.000 Milchviehhaltungen. Die so genannte Wachstumsschwelle, also die Bestandsgröße mit wachsender Tendenz, liegt inzwischen bei mehr als 100 Tieren. Bundesweit erhöhte sich die Zahl von Mai 2012 bis Mai 2013 von 6.215 auf 6.744 bei Bestandsgrößen von 100 bis 199 Tieren. Kuhbestände mit mehr als 200 Tieren gibt es bei 2.220 Milchviehhaltern. Die durchschnittliche Zahl der Kühe je Hof lag 2012 auf einem niedersächsischen Milchviehbetrieb bei knapp 73 Kühen, das waren gut sechs mehr als im Vorjahr. Parallel zu der steigenden Zahl an Milchkühen hat sich auch die Grünlandfläche, also die der Wiesen und Weiden, bei knapp 700.000 ha stabilisiert. 

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