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Kälberhaltung

Kuhgebundene Kälberaufzucht als Zukunftsmodell: Das denken die Leser

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am Montag, 20.09.2021 - 05:00 (1 Kommentar)

Ist die kuhgebundene Aufzucht die Zukunft der Milchviehhaltung? Diese Frage wurde von unseren Nutzern auf Facebook angeregt diskutiert.

Über die Frage, ob die kuhgebundene Kälberhaltung die Zukunft für Milchviehhalter ist, wurde auf unserer Facebookseite angeregt diskutiert. Ausschlaggebend dafür waren die Ergebnisse einer neuen Studie des Thünen Instituts für ökologischen Landbau. In insgesamt 738 Kommentaren tauschten sich die Nutzer über Vor- und Nachteile dieser speziellen Haltungsform aus.

Neben positiven Meinungen gab es gehäuft auch Kritik an dieser Form der Kälberaufzucht. Jochen B. sieht in dem System beispielsweise keine Zukunft für die Milchviehhalter 90 Prozent der Landwirte müssten ihre Ställe bei solch einer Haltungsform umbauen. Zudem gibt es bei der sofortigen Trennung von Kuh und Kalb keine Probleme mit brüllenden Kälbern."

Gerlinde S. hingegen weist darauf hin, dass dieses System durchaus funktionieren kann: „Wir machen das bereits seit 15 Jahren. Gegen alle Widerstände die es am Anfang gab."

„Produkte aus kuhgebundener Aufzucht müssten teurer sein als Bio"

Neben den positiven und negativen Aspekten gibt es auch Hinweise, wie wirtschaftlich diese Form der Kälberaufzucht am Ende noch ist. Irina P. schreibt dazu Ich finde das interessant. Wir reden davon, das ökologische Landwirtschaft eine Nischenproduktion ist- und das sind 4 Produzent aller Milchkühe in Deutschland und 10 Produzent der Agrarflächen."

Soweit, so gut. Jetzt wird davon geredet, daß muttergebundene Aufzucht eine Lösung, wenn nicht sogar "DIE Lösung" sein könnte, bei insgesamt 0,2 Prozent aller Milcherzeuger, die das praktizieren. Wir bekommen Bioprodukte kaum komplett verkauft, wie soll das bei Produkten aus muttergebundener Aufzucht sein? Diese müssten, damit sich das ganze rentiert und auch marktfähig wäre, noch teurer sein als Bioprodukte."

„Preise anpassen und es wird machbar"

Einige Nutzer machen darauf aufmerksam, dass diese Art der Milchproduktion vom Verbraucher auch bezahlt werden muss. Das Thünen-Institut hatte in ihrer Studie einen Preis von 1,59 Euro für einen Liter Milch angesetzt.

Auch Cordelia R. spricht sich in den Kommentaren für angemessene Preise aus Wenn man weg will von der Masse, zu Preisen die die Produktionskosten nicht decken, müssen wir uns andere Wege suchen. Die Preise muss man hier unbedingt anpassen, um es machbar zu machen."

Auch Stephan L. sieht die kuhgebundene Aufzucht als Chance für sich und seine BerufskollegenAn alle Kollegen, die hier so aufbrausend dagegen ankämpfen: Macht selber einen Versuch mit ein paar Kühen über 2-3 Jahre und dann habt ihr eure eigenen Fakten. Geht neue Wege und es wird sich immer eine Möglichkeit finden."

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