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Aus der Wirtschaft

Kuhpreise: 18 Cent über dem Vorjahr

von , am
03.04.2015

Derzeit bewegen sich die Kuhpreise recht deutlich über der Vorjahreslinie und die Preisspitze ist hier naoch nicht erreicht. Die Bullenpreise gehen zwar zurück, sind aber dennoch höher als im letzten Jahr.

Die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) sind um ein Cent auf 2,03 Euro/kg gestiegen. © Mühlhausen/landpixel
Zum Monatswechsel setzt sich der gegenläufige Preistrend bei Bullen und Schlachtkühen erst einmal fort. Während die Bullenpreise weiter zurückgehen, haben die Kuhpreise ihre Preisspitze noch nicht erreicht. Auf beiden Märkten folgen die Preise allerdings dem saisonal üblichen Trend, der sich durchaus bis in den Juni hinein fortsetzten kann. Das zeigt jedenfalls die Entwicklung der Rinderpreise in den letzten Jahren. Derzeit bewegen sich die Kuhpreise jedoch bereits recht deutlich über der Vorjahreslinie und auch die Bullenpreise sind trotz des anhaltenden Preisrückgangs zumindest im oberen (U-Bullen) und mittleren Qualitätsbereich (R-Bullen) immer noch höher als im letzten Jahr.
 
 Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 29. März ein Preis von 3,78 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt. Damit sind es drei Cent weniger als vorige Woche jedoch immer noch sieben Cent mehr als im letzten Jahr. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte zuletzt im Bundesmittel 3,39 Euro/kg ausgezahlt. Das sind fünf Cent weniger als letzte Woche und zudem auch drei Cent weniger als vor einem Jahr. Die Preise für U-3-Bullen haben in der letzten Woche um drei Cent auf 3,85 Euro/kg nachgegeben, sind damit noch sechs Cent höher als vor einem Jahr. 2014 sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,73 Euro auf 3,71 Euro zurückgegangen und gaben dann bis zur Jahresmitte noch um rund 30 Cent bis auf 3,46 Euro kg SG nach.

2 Cent mehr für Schlachtkühe der Handelsklasse R3

Die Preise für Schlachtkühe sind in der Woche bis 29. März weiter gestiegen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte 3,21 Euro/kg SG und damit zwei Cent mehr als in der Woche zuvor und sieben Cent mehr als vor einem Jahr. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der aktuellen Schlachtwoche mit 3,09 Euro/kg ebenfalls zwei Cent höhere Preise ausgezahlt. Für diese Kategorie sind die Preise zudem 18 Cent höher als vor einem Jahr.

Rinderschlachtung geht erneut zurück

Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 29. März deutlich um knapp fünf Prozent auf 20.117 Tiere ab. Im Vergleich zum vorigen Jahr war die Schlachtmenge in dieser Woche sogar 15 Prozent kleiner. Die Zahl der geschlachteten Kühe ging nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Woche bis zum 29. März gegenüber der Vorwoche um 2,3 Prozent auf 18.706 Tiere zurück.

Tipps zur Klauengesundheit Ihrer Milchkühe

Management und Controlling helfen, die Klauengesundheit zu optimieren. Klauengesundheit, Haltungssystem, Fütterung und Stoffwechselerkrankungen hängen zusammen. © Struck
Die haltungsbedingten Einflüsse auf die Klauengesundheit sind Schmutz, Verletzungsgefahren, Feuchtigkeit und Fehler in den Funktionsbereichen. © Struck
Eine stille Brunst ist kein Fehler der Kuh, sondern ein Haltungsfehler durch den Landwirt. © Struck
Schauen Sie auf die Laufgänge. Sind dort Rutschspuren zu erkennen, müssen sie besser abgeschoben oder saniert werden. © Struck
Hält eine Kuh den Kopf nach unten und geht langsam, ist das ein Zeichen dafür, dass sie den Boden genau im Blick haben muss, weil er rutschig ist, oder zu viele Kanten vorhanden sind. © Struck
Zwei Stunden nach dem Füttern müssen über 70 Prozent der Tiere liegen. Die Kühe sollten maximal 30 Sekunden vom Eintreten in die Box bis zum Ablegen brauchen. Eine Liegezeit darf die 1,5 Stunden nicht übersteigen. © Struck
Wichtig ist, dass die Gummiböden regelmäßig mit dem Mistschieber abgeschoben werden, damit die Tiere nicht wegrutschen und der Druck auf die Klauen minimiert wird. © Struck
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