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Interview

Labmagenverlagerung vermeiden: Frischabkalber richtig anfüttern

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am Dienstag, 19.10.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Wie füttere ich Frischabkalber richtig an und wie vermeide ich Probleme? Das verrät uns Fütterungsexpertin Dr. Denise Völker.

Wie vermeide ich fütterungsbedingte Probleme wie Azidosen und Labmagenverlagerungen nach dem Abkalben?

Gute Erfahrungen mache ich mit einer zweiphasigen Trockensteherfütterung, wobei die Kühe, die wir anfüttern, in den letzten zehn bis 14 Tagen vor dem Kalben auf vielen Betrieben eine aufgewertete Frühtrockensteherration erhalten. Wir wollen so eine möglichst hohe Mischgenauigkeit erreichen.

Die Ration enthält viel kurzes Stroh sowie Maissilage und ein wenig Grassilage plus Mineralfutter und Rapsextraktionsschrot. Wir beziehen hier auch immer die Werte der Kationen-Anionen- Bilanz (DCAB) mit ein. Azidosen und Labmagenverlagerungen lassen sich so am besten vermeiden, weil die Tiere mit einer stabilen Fasermatte im Pansen und hohen Futteraufnahmen in die Laktation starten.

Welche sind Ihrer Meinung nach die häufigsten Probleme beim Anfüttern von Frischabkalbern?

Einige Milchviehhalter wissen leider nicht, wie viel Trockenmasse die Tiere aufnehmen. Daher ist es wichtig, die tatsächliche Futteraufnahme bei Frühtrockenstehern, Anfütterungskühen und laktierenden Kühen zu messen. Betriebsleiter können Schwachstellen mit dieser Methode schnell herausfinden.

Sie bietet einen guten Überblick über tägliche Routinen. Reinige ich den Futtertisch täglich? Wird häufig genug angeschoben? Gibt es Probleme mit Futterselektion? Verlieren die Kühe während der Trockenstehphase an Gewicht oder nehmen sie zu? Dies sind nur ein paar Beispiele für Fragen, die sich jeder Landwirt bei Problemen stellen sollte.

Mit welcher Fütterung bereitet man Kühe am besten auf die bevorstehende Abkalbung und einen gesunden Start in die Laktation vor?

Gut funktionierende Rationen sind einfach aufgebaut, damit sie eine hohe Mischgenauigkeit haben. Zudem sollten sie sehr viel kurzes Stroh enthalten, um für eine gute und gleichmäßige Pansenfüllung zu sorgen. Dabei fällt auf, dass der Begriff „kurz“ in diesem Kontext sehr subjektiv ist. Ich empfehle meinen Kunden daher, das Stroh mit der Schüttelbox auszuschütteln, während es gemahlen wird. Geschnittenes Stroh ist in der Regel nicht kurz genug.

Ein weiterer wichtiger Punkt für eine gute Fütterung ist natürlich, dass die gerechnete Ration zwischendurch mit einer Analyse überprüft wird. Landwirte sollten auch in guten Phasen Proben ziehen. So kennen sie ihre Erfolgsparameter und können die Ration bedarfsgerecht anpassen.

Auch in unserer Fütterungsberatung ist es besonders wichtig, Landwirte im Hinblick auf eigenständiges Vorgehen weiter zu schulen. Auf unserer Internetseite können sich interessierte Milchviehhalter ein Bild davon machen.

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