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Milchmarkt

Lagerbestände für Milchpulver steigen wieder

Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
06.04.2017

Aufgrund der schwachen Preise für Magermilchpulver nehmen die Lagerbestände wieder zu. Die Preise liegen nur noch knapp über der Interventionsschwelle.

Die Lagerbestände für Magermilchpulver sind nach den neuen Zahlen von Eurostat im Februar wieder angestiegen. Grund dafür sind die verstärkten Einlagerungen von Magermilchpulver in die Private Lagerhaltung (PLH) wegen der niedrigen Preise. So befinden sich die Magermilchpulverpreise in Deutschland mit durchschnittlich 1.740 Euro/t nur noch knapp über der Interventionsschwelle von 1.698 Euro/t.

So nahmen die Bestände gegenüber Januar von rund 62.000 t auf fast 69.000 t zu. Von September 2016, dem Höchststand der Einlagerungsmengen von 75.074 t, hatten die Molkereien die Bestände in der PLH langsam abgebaut. Zusammen mit den Interventionsbeständen von 350.159 t lagen im Februar 2017 fast 419.000 t Magermilch in den staatlichen und privaten Lägern.

Keine Zuschüsse für Private Lagerhaltung

Seit Ende Februar gewährt Brüssel keine Zuschüsse mehr für die Private Lagerhaltung. Allerdings wurden noch zuletzt Mengen angedient, die schon im Februar angemeldet wurden. Daher können die Lagerbestände sogar noch höher liegen, als die EU-Kommission derzeit ausweist. Zudem hört man am Markt, dass Molkereien schon Magermilchpulver für die Intervention produzieren sollen.

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