Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Bauer untröstlich

Landwirt kämpft verzweifelt mit Gartenschlauch gegen Stallbrand

Ein brennender Stall bei Nacht
am Dienstag, 10.01.2023 - 12:16 (Jetzt kommentieren)

Im Ruhrgebiet hat ein Landwirt mit dem Gartenschlauch verzweifelt gegen einen Stallbrand gekämpft. Doch vergebens - 18 Kühe starben in den Flammen.

Wie die Freiwillige Feuerwehr Kamen berichtet, kam es am frühen Montagmorgen zu einem Großbrand auf einem Bauernhof in Kamen im Kreis Unna im östlichen Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen.

Der betroffenen Landwirt habe noch versucht, das Feuer mit einem Gartenschlauch zu bekämpfen. Doch vergeblich: 18 seiner Kühe starben in den Flammen.

Tiere retten: Verzweifelter Kampf gegen Bauernhofbrand

Am Montag früh um 3:27 Uhr, wurde die Feuerwehr in die Schillerstraße im Ortsteil Heeren-Werve alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war ersichtlich, dass ein Gebäude, in diesem Fall eine Scheune, in Vollbrand stand.

Noch vor dem Eintreffen der Kameraden versuchte der betroffene Landwirt verzweifelt, mit einem Gartenschlauch gegen die Flammen zu kämpfen und so seine Tiere zu retten, wie die Zeitung „Der Westen“ berichtet. Dies sei jedoch vergeblich gewesen.

Oberstes Ziel: Scheune mit Kühen und Schweinen vor Flammen schützen

Die ersten Maßnahmen der Einsatzkräfte konzentrierten sich natürlich umgehend auf die Rettung von Tieren und die Sicherung des Wohngebäudes. Hier wurde umgehend eine Riegelstellung aufgebaut, um zu verhindern, dass die Flammen auf das Wohngebäude und eine weitere Scheune, in der sich Kühe und Schweine befinden, übergreifen konnten.

In einem kleinen Stall vor der Scheune waren vier Kühe untergebracht. Diese konnten durch die Feuerwehr und dem Landwirt gerettet werden. Im hinteren Bereich waren 18 Kühe untergebracht. Für sie kam leider jede Hilfe zu spät. Verletzte Personen sind nicht zu beklagen.

Landwirt sei körperlich und seelisch am Ende

Ein weiteres Problem: Auf der Kopfseite der Scheune sowie im Gebäude selbst wurden zahlreiche Strohballen gelagert. Die Strohremise sowie die Scheune musste so schnell wie möglich leer geräumt werden. Bevor die Räumung begann, wurde ein Fachberater des THW hinzugezogen. Er kontrollierte die Standfestigkeit des Gebäudes. Mit einem Radlader wurden die Einsatzkräfte bei der Räumung der Scheune unterstützt.

Eine Ausbreitung des Feuers auf das Wohnhaus des Landwirts konnte verhindert werden. Dennoch war der Bauer nach Angaben des Feuerwehr-Sprechers gegenüber „Der Westen“ natürlich vollkommen untröstlich. Er sei körperlich und seelisch am Ende, habe der Sprecher zu Protokoll gegeben.

Mit Material von Freiwillige Feuerwehr Kamen, Der Westen

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...