Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Bericht aus der Ukraine

Landwirtschaft in Trümmern: Ein Video aus der Ukraine

Ukraine Feld
am Freitag, 01.04.2022 - 13:19 (Jetzt kommentieren)

Nach etwa 3 Wochen kehrt der Niederländer Kees Huizinga zurück auf seinen Hof in der Ukraine, im Kriegsgebiet südlich von Kiew.

Seit gut vier Wochen greifen russischen Soldaten die Ukraine mit unverminderter Härt an. Doch die Ukrainer halten dem Angriff stand. Auch Kees Huizinga hält es nicht mehr in der EU aus. Er will zurück auf seinen Betrieb, 200 km südlich von Kiew. In einem Video, das er von sich am 29. März in den sozialen Netzwerken teil sagt er: „Ich bin derzeit im friedlichen Rumänien auf dem Weg zurück in die Ukraine. Morgen Nachmittag plane ich wieder zu Hause auf meinem Betrieb zu sein. Hinter mir kann man schon die Grenze zwischen der Ukraine und Rumänien erkennen. So nah ist der Krieg.“

Kees filmt zerstörten Milchviehbetrieb bei Charkiw: "Das muss enden, jetzt!"

Anfang April startet er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern auf dem Hof mit der Aussaat von Sonnenblumen und Sommergetreide. „Wir müssen etwas gegen den Hunger in der Welt tun, auch wenn um uns herum der Krieg tobt“, sagt er. Immer wieder teilt er unfassbare Bilder von der Zerstörung in den sozialen Netzwerken. In einem Video, das er am 1. April auf Twitter teilt, sind zerstörte Milchviehställe zu erkennen. Einige Tiere, haben den Angriff überlebt. Sie stehen zwischen den Trümmern. „Dies war ein Milchviehbetrieb in der der Nähe von Charkiw“, schreibt er zu dem Video. „Das passiert derzeit in der Ukraine. Das alles muss enden - jetzt!“

"Gute Menschen werden vertrieben" - das Vieh bleibt zurück

Am 30. März überquert Kees nur mit einem Rucksack voll Gepäck zu Fuß die Grenze zur Ukraine. „Als ich hier vor etwa 3 Wochen die Ukraine verließ, waren lange Auto-Staus am Grenzgebiet. Heute stauen sich hier vor allem noch LKWs, die die Ukraine mit Exportwaren verlassen wollen“, erklärt er in einem Video, das er am 31. März auf Twitter teilt. Damals hätten die flüchtenden Menschen an der Grenze bis zu 60 Stunden warten müssen, um die Ukraine verlassen zu können. „Heute kann man hier ganz einfach die Grenze überqueren – es dauert etwa 15 Minuten. Wahrscheinlich haben die meisten Menschen die Ukraine mittlerweile bereits verlassen. Es ist traurig, so gute Menschen aus ihrem Land zu vertreiben“, sagt er.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...