Login
Milchproduktion

Landwirtschaftsministerium sieht Zukunft der Milchwirtschaft positiv

von , am
15.07.2011

Bonn - Neuseeland kann Partner bei der globalen Herausforderung von Erzeugung und Handel von Milchprodukten für Deutschland und Europa sein.

Der Discounter Lidl will die Einkaufspreise für Molkereiprodukte nicht weiter senken. © NiDerLander / Fotolia
Der Parlamentarische Staatssekretär der Bundeslandwirtschaftsministerin, Dr. Gerd Müller, hat sich in Berlin zu einem Gedankenaustausch über die Entwicklungen am internationalen Milchmarkt mit hochrangigen Vertretern der neuseeländischen und deutschen Milchwirtschaft sowie dem neuseeländischen Botschafter, Peter Rider, getroffen. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Gespräche standen die Markteinschätzung des globalen Milchmarktes aus Sicht der Vertreter der Milchwirtschaft sowie die Preisvolatilität und die Versorgungssicherheit agrarischer Rohstoffe.

Deutliche Nachfrageüberhang nach Milcherzeugnissen in vielen Staaten

Staatssekretär Müller bewertete dabei ebenso wie die neuseeländische Seite und die deutschen Vertreter den internationalen Milchmarkt als sehr positiv. Es gebe einen deutlichen Nachfrageüberhang nach Milcherzeugnissen in vielen aufstrebenden Staaten. "Die Wirkung auf Umwelt und Preisvolatilität sollte dabei nicht unbeobachtet bleiben, um rechtzeitig auf Fehlentwicklungen bei den ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen reagieren zu können", sagte Müller. Solch einer Beobachtung könne sich auch Neuseeland im Interesse der Milchwirtschaft nicht entziehen.
 
Auch die Vertreter der Milcherzeuger und der Milchverarbeitung, DBV-Vizepräsident Udo Folgart, DRV-Generalsekretär Dr. Henning Ehlers sowie Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser vom Milchindustrie-Verband zeigten sich von den Chancen für die globale und nationale Milchwirtschaft überzeugt.

Fazit: Milchmarkt zunehmend globalisiert

Als Fazit zogen der Parlamentarische Staatssekretär und die weiteren Teilnehmer, dass der Milchmarkt zunehmend globalisiert sei und nicht nur die heimischen Märkte versorgt werden müssten. Vielmehr könnte zusätzlich die Nachfrage zum Wohl der heimischen Milcherzeuger im Ausland bedient werden. Dazu werden zukünftig auch weitere strategische und internationale Partnerschaften ins Auge gefasst.
Auch interessant