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Milchproduktion

Leichte Delle im Aufwärtstrend an den EU-Milchmärkten

von , am
17.05.2011

Berlin - In der Europäischen Union sind die Milchpreise zum Frühlingsbeginn im Mittel maßgeblicher Molkereien nicht weiter gestiegen. Dabei vollzogen sich gegenläufige Entwicklungen in wichtigen EU-Mitgliedstaaten.

Aktuell wird auch wegen der niedrigen Preise die Milchanlieferung etwas zurückgefahren. © fotolyse/fotolia
Der vom niederländischen Bauernverband (LTO) auf Basis der Auszahlungspreise von 16 größeren Milchverarbeitern in Nord- und Mitteleuropa berechnete Durchschnittspreis verringerte sich im März 2011 gegenüber dem Vormonat um 0,43 Cent oder 1,3 Prozent auf 33,16 Cent/kg. Das Vorjahresniveau wurde damit um mehr als 21 Prozent übertroffen. Berechnungsgrundlage sind ein Fettgehalt von 4,2 Prozent und ein Eiweißanteil von 3,4 Prozent. Ausschlaggebend für die leichte Preisdelle im Vergleich zum Februar war die Entwicklung in den Niederlanden und Irland.
 
So senkte FrieslandCampina den Auszahlungspreis für seine Lieferanten um zwei Cent auf 32,17 Cent/kg. Für Glanbias Erzeuger verschlechterten sich die Erlöse sogar um fast vier Cent auf 32,92 Cent. Zumeist knapp behaupten konnten sich die Milchpreise bei großen französischen Molkereien wie Lactalis und Sodiaal. Seitwärts tendierten die Milcherzeugererlöse bei der dänisch-schwedischen Genossenschaft Arla. Zu einer spürbaren Anhebung der Erzeugerpreise kam es hingegen in Deutschland. So stieg das Preisniveau bei den mittlerweile fusionierten Molkereien Humana und Nordmilch um jeweils rund zwei Cent auf 33,03 Cent/kg beziehungsweise 33,18 Cent/kg.
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