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Milchproduktion

Magermilchpulver aus der Intervention verkauft

von , am
14.09.2010

Brüssel - Die Europäische Kommission hat erstmals in diesem Jahr dem Verkauf von Magermilchpulver aus Interventionsbeständen zugestimmt.

© Klaus-Eppele/fotolia

Wie beim zuständigen Verwaltungsausschuss entschieden wurde, werden 1.700 Tonnen zu 211 Euro pro 100 Kilogramm an den Mann gebracht. Das sind allerdings nur rund zwei Prozent der insgesamt etwa 80.000 Tonnen, die zum Verkauf angeboten wurden. Die Gebote, die den Zuschlag erhielten, überschritten laut Kommission den aktuellen EU-Marktpreis um 1,20 Euro pro100 Kilogramm.

Anfragen nach Butter abgelehnt

Abgelehnt wurden alle Anfragen nach Interventionsbutter. Die Gebote hier rangierten zwischen 340 Euro und 351 Euro je 100 Kilogramm. Das war aus Sicht der Behörde sowie aller anwesenden nationalen Experten angesichts eines EU-Durchschnittspreises von 356 Euro je 100 Kilogramm nicht genug.

Nächste Ausschreibung am 23. September

Die nächste Ausschreibung findet am 23. September statt. Dann stehen noch 1.545 Tonen Butter und 77.853 Tonnen Magermilchpulver zum Verkauf. Die Interventionslager wurden seit Ende 2009 weder mit Butter noch mit Magermilchpulver aufgestockt. In die private Lagerhaltung flossen dagegen seit Beginn des diesjährigen Beihilfeprogramms am 1. März bis zum Stichtag 29. August insgesamt 83.000 Tonnen Butter.

EU-Durchschnittspreise stabil bis fest

Die Ausschreibung für Exporterstattungen wurde von den Händlern wie bereits bei der vorangegangenen Ausschusssitzung ignoriert. Die fixen Erstattungssätze blieben auf Null gesetzt. Die EU-Durchschnittspreise für zentrale Milchprodukte tendierten in der Woche zum 5. September stabil bis fest. Magermilchpulver wurde je 100 Kilogramm im Mittel mit 224 Euro notiert, Vollmilchpulver mit 271 Euro und Butter mit 356 Euro. Der Durchschnittspreis für Emmentaler lag bei 414 Euro, während Edamer zu 304 Euro und Gouda zu 297 Euro gehandelt wurden, ebenfalls je 100 Kilogramm. (AgE)

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