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Milchproduktion

Markt nimmt neuen Milchpulverkontrakt schlecht an

von , am
27.05.2010

Frankfurt/Chicago - Wenige Tage vor Handelsstart hat die Eurex in Frankfurt die Zusammensetzung der Preisindizes bekannt gegeben, gegen die die neuen Terminkontrakte auf Butter und Magermilchpulver abgerechnet werden.

© Jeffrey Collingwood/Fotolia

Unterdessen wird der am Montag an der Börse in Chicago gestartete Milchpulverkontrakt vom Markt bislang nicht angenommen. Die Eurex Deutschland wird am 31.Mai 2010 Futures auf Magermilchpulver und Butter einführen. Der Handelsbeginn fällt damit ausgerechnet in jene Woche, in der die Europäische Kommission die ersten Interventionsbestände beider Produkte zum Verkauf ausschreiben will. Eine Verschiebung ist offenbar dennoch kein Thema.

Schlechter Start der neuen Futures

Die Terminkontrakte sollen bei Fälligkeit bar gegen einen Referenzpreis abgerechnet werden. Wie die Börse jetzt mitteilte, wird sich dieser zu je einem Drittel aus repräsentativen Notierungen für physische Ware in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden zusammensetzen. Die Preisindizes werden jeweils mittwochs um 19.00 Uhr veröffentlicht.

Einen schlechten Start haben die am Pfingstmontag an der Chicago Mercantile Exchange (CME) neu eingeführten Futures und Optionen auf "internationales Magermilchpulver " (ISM) hingelegt. An den beiden ersten Handelstagen kam kein Umsatz zustande.

Käse Futures an der CME Chicago ab 20. Juni 2010

Der Kontrakt über 20 Tonnen Magermilchpulver kann bei Fälligkeit physisch erfüllt werden. Seinen internationalen Charakter sollen die sechs zugelassenen Anlieferungsorte unterstreichen: Auckland, Los Angeles, Melbourne, Newark, Rotterdam und Seattle. Am 20. Juni will die CME zusätzlich Futures und Optionen auf Käse lancieren. Schon bisher können in Chicago Warentermingeschäfte auf Milch, Butter und Molkenpulver getätigt werden. Der Umsatz konzentriert sich weitgehend auf den Milchkontrakt Class III Milk. (aiz)

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