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Milchproduktion

Marktentwicklungen bei Lebensmitteln nutzen

von , am
05.05.2010

Ansbach - International aber auch im Innland erhöht sich aktuell die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten, sodass seit Herbst 2009 die Preise im Steigen begriffen sind.

© Anca-Moanta/Fotolia

Der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes in Mittelfranken Jürgen Ströbel erwartet von den Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel diese Nachfragebelebung in einen höheren Milchauszahlungspreis für die Landwirtschaft und damit in eine höhere Wertschöpfung umzusetzen.

Am Butter- und Magermilchpulversektor übersteigt besonders auf den internationalen Märkten die Nachfrage das Angebot. Auch bei Schnittkäse würde es, so der Milchpräsident des Bauernverbandes eine besonders rege Nachfrage für Exportware nach Ost- und Südeuropa geben.

"Getreidepreise auf einem zu niedrigem Niveau"

Am Getreidesektor stagnieren die Erlöse, so Ströbel, derzeit noch auf einem zu niedrigem Preisniveau. Zu einer leichten Nachfrageerhöhung tragen derzeit Exportgeschäfte in den Nahen Osten und nach Nordafrika bei. Hinzu kommt auch ein etwas erhöhter Deckungsbedarf der Mühlen und Mischfutterhersteller. Positiv für die Europäer wurde sich, so Jürgen Ströbel, der schwache Eurokurs auswirken. Um eine Preisprognose für die Ernte 2010 abgeben zu können sei es jedoch auf Grund des noch sehr unsicheren Witterungsverlaufes zu früh, so der mittelfränkische BBV-Präsident.

Schweinefleisch:Nachfrage steigt zu Beginn der Grillsaison

Zu Beginn der diesjährigen Grillsaison hat sich die Nachfrage nach Schweinefleisch verbessert. Die hohen Vorkosten in der gesamten Veredelungsproduktion würden nach Auffassung der landwirtschaftlichen Berufsvertretung entsprechend höhere Erlöse nötig machen. Der EU-Kommission zu folge ist mit einem Anstieg der Schweinefleischerlöse bis zum dritten Quartal auf über 1,50 Euro je Kilogramm zu rechnen, da das Angebot an Schlachtschweinen europaweit weiterhin abnimmt. (bbv)

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