Login
Milchproduktion

Marktreport: Ausblick auf den Milchmarkt 2014

von , am
01.01.2014

Die hohen und bis zuletzt steigenden Milchpreise haben die Produktion in Deutschland und Europa kräftig angekurbelt. Auch in Ozeanien zogen die hohen Milchpreise die Produktion kräftig nach oben.


Trotzdem könnten die Preise auch in den kommenden Monaten ihr hohes Niveau halten. Die Ursachen für die guten Preisaussichten liegen vor allem an den Exportmärkten. Wie schon 2013 könnte insbesondere die Nachfrage Chinas nach Milchpulver den Welthandel weiter ankurbeln und die Preise am Weltmarkt und in den Exportländern oben halten. Zwar wächst auch die chinesische Milchproduktion und die Herstellung von Vollmilchpulver jedoch steigt Verbrauch noch schneller.
 
Das US-Landwirtschaftsministerium ging Ende Dezember in einer Prognose davon aus, dass der Import Chinas bei Vollmilchpulver nach 31 Prozent im Jahr 2013 auch in 2014 um weitere 21 Prozent wächst. Das entspricht etwa einem Drittel der chinesischen Verbrauchsmenge und 60 Prozent der globalen Handelsmenge. Auch bei Magermilchpulver sollen die chinesischen Importe nach 28 Prozent im Jahr 2013 um weitere 16 Prozent im Jahr 2014 zunehmen.

Nachfrage nach Käse soll zulegen

Auch die die Exportnachfrage nach Käse aus Russland und Japan soll im nächsten Jahr weiter zunehmen. Diese Aussichten haben auf der internationalen Handelsplattform für Milchprodukte im Dezember bereits einen Anstieg der Kontraktpreise für die im nächsten Jahr gehandelten Milchprodukte ausgelöst. Offenbar gehen die Händler von anhaltend hohen Preisen aus.
 
Auch in Europa ist der Rohstoffindex des ife-Instituts im Dezember auf knapp 45 Ct gestiegen nachdem Index zuvor im November und auch Oktober zurückgegangen war. Ebenso legten die Preise für Milchprodukte am EU-Binnenmarkt Anfang Dezember wieder zu. Damit haben sich die Aussichten kurz vor dem Jahreswechsel wieder deutlich verbessert. Vieles hängt allerdings von der Entwicklung an der Exportnachfrage in den nächste Monaten ab.
Auch interessant