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Aus der Wirtschaft

Marktreport: Europäische Produktion von Rindfleisch wächst

von , am
30.10.2014

Die europäische Produktion von Rindfleisch nimmt 2014 erstmals seit vier Jahren wieder kräftig zu. Die Preise liegen in der EU deutlich unter dem Vorjahr, was sich auf den deutschen Absatz auswirkt.


Die Produktion im Jahr 2013 bei vielen wichtigen europäischen Rindfleischerzeugern auf historische Tiefstände gefallen. Für das Jahr 2015 erwartet die Kommission einen weiteren deutlichen Produktionsanstieg. Die europäische Verbrauchsmenge von Rindfleisch nimmt 2014 und auch 2015 (wegen der gefallenen Rindfleischpreise) ebenfalls kräftig zu. Infolgedessen ist die europäische Rindfleischbilanz sowohl 2014 als auch 2015 nahezu ausgeglichen.
 
In Deutschland war die Anzahl der geschlachteten Bullen im Zeitraum von Januar bis August 2014 um 3,7 Prozent (%) größer als im Vorjahr und die Anzahl der geschlachteten Kühe war 3,3 % höher. Von 2010 bis 2013 war die deutsche Rindfleischproduktion allerdings um etwa sieben Prozent zurückgegangen.

Der deutsche Selbstversorgungsgrad bei Rindfleisch liegt wegen der steigenden Produktion im Jahr 2014 bei etwa 112 % (2013: 109 %). Zu Stabilisierung der Rinderpreise in Deutschland sind also auf jeden Fall Exporte nötig. Von den deutschen Rindfleischexporten gehen lediglich 13 % in Drittländer. Beinahe 90 % der deutschen Ausfuhren gehen in andere EU-Länder.

Preise für Rindfleisch deutlich unter dem Vorjahr

Die Preise für Jungbullen und für Schlachtkühe sind in der EU im Herbst 2014 deutlich niedriger als vor einem Jahr. Dies ist in allen für den deutschen Rindfleischabsatz wichtigen EU-Ländern der Fall und hat natürlich auch Einfluss auf die Preisentwicklung in Deutschland.
Bei Bullen hatten sich die Preise in der im Herbst 2014 in den meisten Ländern der EU erst einmal stabilisiert, sie waren jedoch deutlich niedriger als 2013. Bei Schlachtkühen ging es mit den Preisen jedoch in allen europäischen Ländern weiter nach unten. In Deutschland fielen die Schlachtkuhpreise im Oktober sogar auf den tiefsten Stand seit April 2011.
 
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