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Milchproduktion

Marktreport: Gründe für das gute Milchjahr 2013

von , am
31.12.2013

Beim Marktreport geht es noch einmal um den deutschen und europäischen Milchmarkt. Im Jahresverlauf sind die Milchpreise kräftig gestiegen und durchbrachen etwa im Oktober die Marke von 40 Ct.


Der Rohstoffwert des Ife-Instituts in Kiel kletterte im Dezember sogar auf knapp 45 Ct. Ursache für den Preisanstieg war zum eine die witterungs- und kostenbedingte deutlich gedrosselte Produktion im ersten Halbjahr und gleichzeitig die stark anziehende Nachfrage von den Exportmärkten. Auf einmal war das Angebot an Rohmilch in Europa knapp und die Preise zogen an. Aber nicht nur in Europa hat das Wetter das verfügbare Angebot an Milch reduziert. Auch in Ozeanien hat eine extreme Dürre die Produktion in der ersten Jahreshälfte gedrosselt. Im gleichen Moment zog die Nachfrage vor allem nach Milchpulver aber auch Milchpulver aber auch nach Käse und Butter am Weltmarkt an. Die Folge waren steigende Preise für Milchprodukte und auch für Rohmilch in Europa. Dabei sind die Milchpreise nicht nur in Europa über die Marke von 40 Ct gestiegen. Auch in Neuseeland erhalten die Erzeuger mittlerweile gut 40 Ct für ihre Milch.

Hohe Preise kurbeln Produktion an

Allerdings haben die hohen Preise auch die Produktion kräftig angekurbelt. In Deutschland war die angelieferte Milchmenge von August bis Oktober etwa vier Prozent größer als im Vorjahr. Auch aus Neuseeland meldet man einen ähnlich kräftigen Anstieg der Produktion. Dieser Produktionszuwachs kann am Ende nur über niedrigere Preise oder aber mehr Exporte am Markt untergebracht werden. Noch vor wenigen Woche sah es sehr nach einer Korrektur der Preise nach unten aus. Kurz vor dem Jahreswechsel zeigen die Preise auf allen Handelsstufen in Europa wieder nach oben und auch der Rohstoffwert des ife-Instituts legte im Dezember wieder zu.
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