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Milchproduktion

Marktreport: Milchpreise geben weiter nach

© Katharina Krenn/agrarheute
von , am
13.03.2014

Nach einem stetigen Aufwärtstrend, sind die Preise für Milch und Milchprodukte seit Anfang des Jahres rückläufig. Laut Marktexperte Dr. Zinke soll sich dieser Trend noch bis Mitte des Jahres fortzusetzen.

Vieles deutet derzeit auf eine Korrektur der Preise nach unten hin. © Katharina Krenn/agrarheute
Die Milchpreise sind im letzten Jahr in Deutschland um rund 22 Prozent gestiegen und lagen sowohl im November als auch im Dezember über der Marke von 42 Cent. Zum Jahreswechsel scheint die Preisspitze jedoch überschritten zu sein. Vieles deutet derzeit auf eine Korrektur der Preise nach unten hin. Grund dafür ist vor allem das gestiegene Angebot auf dem Weltmarkt, erklärt Marktexperte Dr. Olaf Zinke im aktuellen Marktreport.
 
 

Milchpreise rückläufig

2014: Milchpreise im Abwärtstrend (blau; 2013: rot)
"Das Angebot an Milch ist in Deutschland und Europa in den letzten Monaten kräftig gestiegen und das hat sich am Ende auch in den Preisen niedergeschlagen.", so Zinke. Das zeige sich zum Beispiel auch beim vom ife-Institut in Kiel ermittelte Milchwert. "Dieser ging sowohl im Januar als auch im Februar moderat um jeweils 0,5 Cent je Kilo zurück und dürfte auch März weiter leicht nachgeben."

Steigende Liefermengen

Die Anlieferungsmenge an Milch war in Deutschland Ende Februar Anfang März etwa vier Prozent größer als im letzten Jahr. Ähnlich ist die Situation in einer ganzen Reihe anderer wichtiger europäischer Länder. Aber vor allem auch in Neuseeland und in den USA wird mehr Milch erzeugt als im letzten Jahr. "Der saisonale Angebotshöhepunkt in Europa wird etwa im Mai erreicht ein. Dann dürfte auch der Druck auf die Preise am größten sein.", stellt Zinke fest.

China stützt die Preise

Entscheidend für die weitere Preisentwicklung dürfte jedoch die weite Nachfrage aus China sein. Bislang geht man von weiter wachsen Importen aus und das könnte das größere Angebot kompensieren. Eine Abschwächung der chinesischen Nachfrage würde direkt oder indirekt auch zu einem deutlich höheren Druck auf die Milchpreise in der Welt und in Europa führen. Danach sieht es aber derzeit nicht aus.
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Marktreport: Gründe für das gute Milchjahr 2013

 
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