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Haltung und Mast

Marktreport: Rindermarkt bleibt stabil

von , am
20.02.2014

Beim Marktreport geht es in dieser Woche um die Entwicklung am Rindermarkt. In den ersten Wochen des Jahres 2014 zeigten sich die Preise für Jungbullen und Schlachtkühe in Deutschland relativ stabil.


Das wird wohl noch für einige Zeit so bleiben. Jungbullen der Handelsklasse R3 kosteten zuletzt etwa 3,80 Euro/kg Schlachtgewicht und Kühe der Handelskasse R3 wurden mit 3,00 Euro notiert und O3-Kühe kosteten etwa 2,75 Euro. Damit kosten Bullen und Kühe 30 bis 35 Ct weniger als im vorigen Jahr - wobei 2013 absolute Rekordpreise erzielt wurden. Das ebenfalls gute Niveau von 2012 wird jedoch wieder erreicht und wahrscheinlich auch gehalten.
 
Sowohl von der Angebotsentwicklung als auch Nachfrage deutet derzeit auf eine relativ stabile Marktentwicklung hin. In Deutschland war die Schlachtung bei Jungbullen Anfang 2014 geringfügig größer als im letzten Jahr. bei Kühen bleibt die Zahl der Schlachtungen auf dem niedrigen Vorjahresniveau. Verantwortlich für das begrenzte Schlachtkuhangebot sind die hohen Milchpreise und die längeren Haltungszeiten für Schlachtkühe.

EU-Kommission geht von stabilen Preisen aus

Auch die EU-Kommission geht in ihrer Prognose für 2014 von relativ stabilen Marktpreisen bei Jungbullen und Kühen aus. Dabei solle die Produktion in der EU nach einem dreijährigen Rückgang erstmals wieder etwas zunehmen, während der Verbrauch relativ stabil bleibt.
 
Gleichzeitig soll der Export der EU-Länder weiter zurückgehen. Im letzten Jahr schrumpfte der Export um 12 Prozent und im Vergleich zu Jahr 2011 ist die Ausfuhr sogar 30 Prozent (%) kleiner. Deutschland war nach den (vorläufigen) Daten der EU-Kommission im letzten Jahr allerdings der größte Drittlandsexporteur der EU vor Frankreich und Polen. Allerdings gingen nur 15 % der deutschen Exporte in Drittländer und 85 % in andere EU-Staaten wie die Niederlande, Frankreich und Italien.
 
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