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Milchproduktion

Marktreport: Sinkende Spotmilchpreise

von , am
24.04.2014

Die Spotmarktpreise für Rohmilch fallen in Deutschland immer weiter. Sie gelten als wichtiger Frühindikator für die weitere Marktentwicklung.


In der zweiten Aprilwoche rutschte der Preis für die zwischen den deutschen Molkereien gehandelte Rohmilch unter die Marke von 30 Ct und liegt damit auch sehr deutlich unter dem aktuellen Erzeugerpreis für Milch.
 
Die Hauptursache für den anhaltenden Preisverfall an den Spotmärkten für Rohmilch ist das große und zuletzt immer noch weiter wachsende Angebot an Milch. Hinzu kommen natürlich die zuletzt kräftig gefallenen Preise an den Exportmärkten und am europäischen Binnenmarkt. In der ersten Aprilwoche lag die Milchanlieferung in Deutschland rund 6,1 Prozent (%) über dem Vorjahr. Kurz vor dem Monatswechsel (Ende März) betrug der Vorsprung rund 5,9 % und Mitte März etwa 5,5 %. Für den Januar meldete die BLE in Deutschland noch einen Produktionszuwachs von 4,5 % und für den Februar von 4,8 %. Ähnlich ist ganz offensichtlich die Entwicklung in anderen wichtigen europäischen Milcherzeugerländern.

Spotmarktpreise fallen unter 30 Cent

Die Spotmarktpreise für Rohmilch sind in Deutschland Mitte April auf rund 27 Cent gefallen. Im Vergleich zur Vorwoche (32 Ct) war dies ein weiterer Rückgang von etwa 5 Ct. Mitte Februar kostete die Spotmilch in Deutschland noch zwischen 36 Ct und 38 Ct. Im November 2013 wurde Spotmilch in Deutschland noch für 49 Ct bis 50 Ct gehandelt und damit bis zu 10 Ct über den Preisen, die Landwirte von den Molkereien ausgezahlt bekamen.
 
Der aktuelle Preisrückgang bis April spiegelt ganz offensichtlich den weiteren Angebotszuwachs am deutschen und europäischen Markt wider. Widergespiegelt wird die rückläufige Entwicklung der Rohmilchpreise deshalb auch bei der Preisentwicklung für die verschiedenen Milchprodukte sowie am Terminmarkt in Frankfurt.
 
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