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Milchproduktion

Marktreport/Milch: Deutsche Spotmarktpreise steigen

von , am
19.06.2014

Im Juni hat die Preisentwicklung am Spotmarkt für Rohmilch in Deutschland komplett gedreht, der Produktionsvorsprung gegenüber dem Vorjahr wurde zuletzt immer kleiner.

Rohmilch-Spotmarktpreise steigen überraschend an

Nach Überschreiten des saisonalen Anlieferungs- und Angebotshöhepunktes im Mai, nahm der Produktionsvorsprung gegenüber 2013 immer mehr ab. In Folge kletterten auch die Spotmarktpreise für Rohmilch überraschend kräftig nach oben. Ausgehend von den letzten Preistiefs von Mitte April bis Anfang Mai sind die Preise für Spotmilch bis Mitte Juni wieder um rund 10 Cent (ct) gestiegen und nähern sich damit auch den Auszahlungspreisen der Molkereien an.

Markt stabilisiert sich

Damit deutet sich zur Jahresmitte eine allmähliche Stabilisierung des Marktes an, sollte es nicht zu weiterem Druck von den Exportmärkten kommen. Nachdem die Spotmilchpreise für frei gehandelte Rohmilch zeitweise unter 25 Ct je Kilo (kg) gefallen waren, wurden Anfang Juni aus Deutschland Spotmilchpreise von 33 Ct bis 36 Ct gemeldet. Diese Größenordnung entsprach in etwa auch dem vom Ife-Institut für Mai errechneten Rohstoffwert der Milch von 36,4 Ct/kg. Der letzte von der BLE offiziell gemeldete Auszahlungspreis für Rohmilch lag für März bei gut 40 Ct. Damit hat sich der immense Abstand zwischen den beiden Preisebenen wieder deutlich verringert.

Export beeinflusst deutsche Milch-Auszahlungspreise

In den Monaten April und Mai sind die Preise für die wichtigsten Milchprodukte im deutschen Großhandel allerdings noch einmal kräftig zurückgegangen. Dieser Rückgang dürfte sich auch noch in den Milch-Auszahlungspreisen für April und Mai niederschlagen. Danach (Juni) müsste es dann jedoch zu einer Stabilisierung des Marktes kommen, wenn nicht die Exportpreise weiter nachgeben.

Weitere ausführliche Informationen zur Entwicklung der Milchmarkt finden Sie im aktuellen Marktkompass.
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