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Haltung und Mast

Maul- und Klauenseuche in Ägypten ausgebrochen

von , am
30.03.2012

Kairo - In Ägypten ist ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in großem Umfang bestätigt worden. Bislang sind bereits über 4.600 Tiere daran verendet.

Das Maul eines Rindes, bei dem MKS ausgebrochen ist. © USDA online photography center 01cs0006
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) warnte, dass bereits über 40.000 Krankheitsfälle vermutet würden und dringend eine Bekämpfung der Seuche mit Impfstoffen eingeleitet werden müsse, um eine Ausbreitung über ganz Nordafrika und den Mittleren Osten zu verhindern.
 
Obgleich in Ägypten zu früheren Zeitpunkten bereits mehrere MKS-Formen aufgetreten seien, warnte die FAO, dass die derzeitige Variante bekannt als SAT2, vollständig neu sei und die Viehbestände keinerlei Immunität dagegen besäßen. "Ägypten hat einige Reserven an Impfstoffen, aber diese schützen nicht gegen die SAT2-Variante, daher wird das Land regional voraussichtlich Unterstützung benötigen, um effektive Impfungen durchzuführen", hieß es von der FAO.
 
Derzeit ist nach Angaben von Dow Jones News die Region im unteren Nil-Delta besonders stark betroffen. Die Maul- und Klauenseuche kann alle Paarhufer befallen (unter anderem Schweine, Rinder, Ziegen und Schafe). Der Krankheitsverlauf endet vor allem für jüngere Tiere oft tödlich. Mehr als 4.600 Tiere, vor allem Kälber, sind bereits verendet.

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