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Zucht

Mehr Erfolg bei der Besamung dank Spermien aus der Kapsel

von , am
04.05.2011

Bern - Wissenschaftler der ETH Zürich haben eine neuartige Form der künstlichen Befruchtung entwickelt. Diese hilft mit, die Trefferquote bei der künstlichen Befruchtung zu erhöhen.

Nach Schätzung der Tierärztekammer werden jährlich etwa 180.000 tragende Rinder geschlachtet. © Mühlhausen/landpixel
Diese ist bis jetzt nicht besonders hoch: Von 100 künstlich besamten Kühen bringen nur deren 60 ein Kalb zur Welt. Bei den restlichen stirbt entweder der Embryo ab oder die Eizelle wird nicht befruchtet.
 
Grund für die tiefe Quote: Zwar ist den Tieren anzumerken, wann sie in die Brunst kommen. Den genauen Zeitpunkt des Eisprungs aber können weder Landwirte noch Tierärzte genau bestimmen.

Einfach und präzis befruchtet

Forschende der ETH Zürich haben nun eine Cellulose-Kapsel entwickelt, welche Stierspermien und lebende Zellen enthält. Diese werden der Kuh wenige Tage vor dem Eisprung in deren Uterus eingepflanzt. Setzt dieser ein, steigt der Spiegel des so genannt Luteinisierenden Hormons innerhalb weniger Stunden an, womit sich die Kapsel von innen her auflöst und die Samenzellen frei kommen. Dank diesem Verfahren verlängere sich das Zeitfenster für eine erfolgreiche Besamung erheblich, schreibt die ETH in einer Medienmitteilung.
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