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Niedersachsen

Mehr Tierschutz in der Mastrinderhaltung

Braunviehbullen
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Wiebke Herrmann, agrarheute
am
16.03.2018

Bundesweit erstmalig gibt es in Niedersachsen eine Tierschutzleitlinie für Mastrindern mit konkreten Haltungsvorgaben.

In Niedersachsen gibt es bundesweit erstmalig eine Tierschutzleitlinie für die Mastrinderhaltung. Diese wurde im Rahmen des Niedersächsischen Tierschutzplans von Vertretern aus Landwirtschaft, Veterinärmedizin und Verbraucherschutz erarbeitet. Sie soll Behörden und Tierhalter bei der tierschutzfachlichen Beurteilung von Neu- und Umbauten und bestehenden Rinderställen unterstützen.

Mehr Platz für Mastbullen gefordert

Im Tierschutzgesetzt und in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung sind bisher nur allgemeine Anforderungen aufgeführt. Die neue niedersächsische Leitlinie enthält erstmals konkrete Haltungsvorgaben für Mastrinder, wie ein Mindestplatzangebot. Demnach benötigt ein Bulle in der Endmast ab einem Gewicht von 650 kg eine Gesamtfläche von 3,5 m², davon 2,5 m² Liegefläche. In der Praxis sind dagegen noch Haltungen, in denen Endmastbullen auf 2,4 bis 2,7 m² gehalten werden, zu finden.

Zudem wurde festgelegt, dass die Liegefläche aus einer weichen, elastischen Gummiauflage oder Stroheinstreu bestehen muss. Betonspaltenboden wird als Liegefläche nicht mehr akzeptiert. Außerdem sind Krankenbuchten mit einer weichen und trockenen oder eingestreuten Unterlage zu versehen. Diese muss sich zudem in Sichtweite oder mindestens in Hörweite zu Artgenossen befinden.

Mit Material von Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsischerheit

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