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USA

Mehr tote Rinder durch Futtermittelzusatz als bisher bekannt

Rind in Nahaufnahme
am
14.08.2019

Nach neusten Untersuchungen sind doch mehr Rinder als angenommen an dem Futtermittelzusatz Zilmax verendet.

Die Zahl der Todesfälle bei Rindern in den USA, die mit dem Futtermittelzusatz Zilmax von Merck & Co Inc. in Verbindung gebracht werden können, liegt laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie weit über den Zahlen, die das Arzneimittelunternehmen der Bundesregierung gemeldet hat. Die Ergebnisse von Forschern der Texas Tech University und der Kansas State University zeigen, dass in den Jahren 2011 und 2012 mehr als 3.800 Rinder in 10 mit Zilmax gefütterten Feedlots starben, wobei zwischen 40 und 50 Prozent der Todesfälle wahrscheinlich auf Zilmax zurückzuführen sind.

Die Zahlen in der Studie, die in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht wurde, deuten darauf hin, dass die Zahl der Todesfälle, die Merck seit Einführung von Zilmax in den USA der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration mitteilte, höher war als die von der Nachrichten Agenttur Reuters Ende letzten Jahres festgestellte Zahl aus 2007.

 

Der Hersteller meldet sich

Überprüfungen ergaben, dass Merck berichtete, dass 285 Rinder unerwartet gestorben oder in den USA gemerzt wurden, nachdem sie während der sechs Jahre des Zilmax-Verkaufs in den USA mit Zilmax gefüttert worden waren. Das Unternehmen Merck äußerte sich zuversichtlich zur „Sicherheit und Leistung“ von Zilmax und kritisierte die in der Studie verwendeten Methoden.

Die Ergebnisse basierten auf Beobachtungsinformationen und sei keine anerkannte wissenschaftliche Methode, um die Sicherheit und Wirksamkeit eines Produkts streng zu bewerten. Das gabe das Unternehen an.

Das Produkt wird seit dem Skandal nicht mehr verkauft.

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