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Rindfleischerzeugung

Mehrwert von Bio-Rindfleisch steigern

Rinder auf der Weide
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Maren Diersing-Espenhorst, agrarheute
am
29.11.2017

Bio-Rindfleisch tut sich in Deutschland teilweise noch schwer. Ein neues Stall- und Vermarktungskonzept soll dies ändern und den Mehrwert von Bio-Rindfleisch steigern. Daran arbeiten Wissenschaftler der Universität Hohenheim zusammen mit Kooperationspartnern.

Der Preis von Bio-Rindfleisch ist noch hoch und die Nachfrage entsprechend zurückhaltend. Auch im Südschwarzwald ist es ein Problem, dass nach dem Abtrieb von der Weide viel Fleisch gleichzeitig auf den Markt drängt während zu anderen Zeiten Mangel herrscht.

Ein Grund ist, dass es an angemessenen Stallkapazitäten für eine Endmast der Rinder fehlt. Das wollen Wissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart ändern. Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern arbeiten sie an einem neuen Stall- und Mastkonzept, das mit naturschutznaher Beweidung einen Mehrwert für alle Beteiligten bietet.

Sammelställe einrichten

Sie wollen das Problem mit einem sogenannten Sammelstallkonzept bei naturschutznaher Beweidung entschärfen. „Wir entwickeln einen Stall, der zunächst einmal die Tiere nach der Weide aufnimmt, so dass dann der Markt kontinuierlich beliefert werden kann“, so Markus Kaiser, einer der initiierenden Landwirte. „Außerdem verbessert diese Endmast nochmals die Fleischqualität, so dass sie auch den hohen Ansprüchen der Verbraucher gerecht wird.“
Mit im Fokus steht der Erhalt bedrohter, alter, regionaler Rinderrassen. Deshalb werden Vorderwälder und Hinterwälder Rinder genutzt. Um dem Naturschutz Rechnung zu tragen, werden die Artenvielfalt und die Häufigkeit einzelner Arten auf dem Grünland erfassen. Schließlich muss das nach dem neuen Konzept erzeugte Bio-Rindfleisch auch verkauft werden. Dafür entwickeln die Wissenschaftler zusammen mit den Praxispartnern der EDEKA-Gruppe eine Vermarktungsstrategie.

           

Mit Material von www.uni-hohenheim.de
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