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Praxistest

Melkschürzen von Keron im Praxistest

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Jana Dahlke, agrarheute
am
01.06.2018

Wasserdicht, abwaschbar und praktisch muss die Melkschürze sein. In der Realität sind sie aber oft sperrig und schwer. Die neuen Melkschürzen von Keron versprechen hier Erleichterung. Wir haben sie auf ihre Tauglichkeit getestet.

Schnell die Schürze überstreifen und ab zum Melken, oder mit den Milchkannen mal eben die Treppe hoch und raus aus dem Melkstand, um die Kälber zu füttern: Gute Arbeitskleidung muss ­funktionell, robust und flexibel sein. Doch welche Schürze passt zu mir? Die Auswahl auf dem Markt ist breit gefächert. Zwei Milchviehbetriebe in Niedersachsen haben jeweils eine Ärmel- und eine Latzschürze der Marke Keron für uns auf ihre Praxistauglichkeit getestet.

Melkschürzen von Keron

Die Marke Keron aus dem Hause Kerbl bietet sowohl Ärmel- als auch Latzschürzen für die tägliche Melkarbeit an. Die Produkte zeichnen sich besonders durch ihr leichtes ­Material aus, wodurch ein ermüdungsarmes Arbeiten unterstützt wird. ­Verunreinigungen setzen sich auf den Schürzen nicht leicht fest, da sie ohne Nähte oder Ösen gefertigt werden. Zudem weisen sie eine porenfreie Oberfläche auf. Anhand ihrer Materialbeschaffenheit sollen sich die Schürzen bestens für den ­Hygienebereich eignen, da sie detektierbar sind. Hierbei handelt es sich um Arbeitsmaterialien, die von Sensoren aufgespürt werden können, sodass keine Produktpartikel im Lebens­mittel verbleiben.

Ein Waschgang bis 95 °C kann dem Material nichts anhaben. Ebenso wenig wie Temperaturen bis zu -20 °C. Auch tierische Öle und Fette, starke Reinigungsmittel sowie Säuren und Laugen führen zu keinen Beeinträchtigungen. Im Handel sind die ­Schürzen für knapp 20 Euro beziehungs­weise 30 Euro erhältlich.

Melkschürzen im Praxischeck

Betrieb 1:

  • Hier werden zweimal täglich insgesamt 69 Kühe gemolken.
  • Die Landwirtin testete über mehrere Monate beide Varianten der Schürze in Abhängigkeit von den Außentemperaturen.
  • Pro: Besonders gefallen hat der Milchviehhalterin das leichte Material, die Flexibilität und das sich die Schürze besonders leicht reinigen ließ. „Es ist wie ein leichtes ­Sommerkleid. Es engt mich nicht in meiner Bewegungsfreiheit ein und ist super ­pflegeleicht.“ Aufgrund des dünnen Materials hatte die Landwirtin zunächst bedenken, aber bisher habe sich die Schürze bewährt. Auch beim alltäglichen Wassergebrauch im Melkstand, blieb sie trocken.
  • Contra: Jedoch könnte die Schürze an den Seiten etwas mehr Material auf­weisen.
  • Fazit: „Für mich ist das die beste Melkschürze, die ich bisher hatte“, sagt die Landwirtin. Der Preis ist im oberen Segment, aber wenn die Schürzen lange halten, sind die Kosten gerechtfertigt.                 

Betrieb 2:

  • Auf dem zweiten Betrieb schnitten die Schürzen da­gegen nicht gut ab.
  • Beide waren hier lediglich eine Woche im Einsatz, bevor sie den üblichen Melkschürzen wieder weichen mussten.
  • Pro: Die Schürzen wurden aufgrund ihres leichten Materials als leicht und angenehm empfunden.
  • Contra: Sowohl die Landwirtitn als auch die Auszubildende blieben bei der Arbeit nicht trocken. „Wir waren beide bis hoch an die Ärmel und auch am Bauch nass. Vielleicht verwenden wir auch zu viel Wasser bei der Arbeit. Aber das Wasser ist nicht von den Seiten reingelaufen, wodurch nur das ­Material nicht richtig ­wasserdicht sein kann“, sagt sie. Zudem wies sie daraufhin, dass man unter dem Polyurethanstoff leicht ins Schwitzen gekommen ist. „Die Schürzen sind zwar schön leicht und dadurch angenehm zu tragen, aber sie halten nicht trocken.
  • Fazit: "Die Schürzen halten nicht trocken. Ich kann daher absolut keine Kaufempfehlung dafür aussprechen“, sagt die Milchviehhalterin

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