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Milchproduktion

Milch-Auktion: Milchpreise steigen wieder

© Nitr/Fotolia
von , am
23.01.2014

Aufgrund kräftiger Preisaufschläge bei Premiumprodukten sind auch die Auktionspreise an der globalen Handelsbörse bei der zweiten Handelsrunde im Jahr 2014 wieder gestiegen.

In Bayern © Konstantin Fedorov
Ursache für die positive Milchpreisentwicklung sind Preisaufschläge für die höher veredelten Milchprodukte wie Käse, Butter, Milchprotein und Kasein. Im Mittel aller gehandelten Produkte haben die Preise auf der aktuellen Auktion um 1,4 Prozent (%) zugelegt, nachdem es bei den letzten beiden Handelsrunden leichte Preisabschläge gab. Die stärksten Preisaufschläge verzeichneten Butter mit 10,8 %, Käse mit 10,4 % und Milchprotein mit 7,2 %.
 
Wenig verändert haben sich die Preise für Vollmilchpulver und die Notierungen für Magermilchpulver gaben ganz leicht um 0,5 % nach.

Preise im Schnitt 50 Prozent über dem Vorjahr

Damit liegen die Preise der auf der Auktion gehandelten Milchprodukte etwa 50 % höher als im letzten Jahr zu diesem Termin. Gleichzeitig überspringt der aus allen gehandelten Produkten und den jeweiligen Handelsmengen gebildete Durchschnittspreise erstmals überhaupt die Marke von 5.000 US-Dollar je Tonne (ca. 3.700 Euro) und reicht damit eine neuen Rekordwert.

Preisaufschlag höher als in EU

Mitte Januar ist Milchfett (AMF) rund 74 % teurer als vor 12 Monaten, der Aufschlag für Milchprotein (MPC) beträgt 61 % und Käse hat sich sich um 47 % verteuert. Speziell bei Käse ist der Preisaufschlag damit offenbar deutlich größer als in Europa. Das für den ozeanischen Export nach China auschlaggebende Vollmilchpulver kostet jedoch ebenfalls etwa 50 % mehr als im letzten Jahr und Magermilchpulver ist immer noch 32 % teurer. Die Handelsmenge hat bei der aktuellen Handelsrunde (im Vergleich zur letzten Auktion) nochmals um rund 12 % abgenommen.

Produktion liegt über Vorjahr

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Trotz des saisonalen Angebotsrückgangs liegt aktuelle Angebotsmenge an Rohmilch vor allem in Europa und in Neuseeland recht deutlich über der Produktionsmenge des Vorjahres. Für Neuseeland geht ma für das im Mai zu Ende gehende Milchwirtschaftsjahr derzeit von einer Mehrproduktion von insgesamt 6 % aus . Im November lag die neuseeländische Produktion rund 3 % über der des Vorjahres. Aus Europa meldet man ungeachtet der rückläufigen Anlieferung ebenfalls deutlich über dem Vorjahr liegende Produktionszahlen.

Marktreport: Ausblick auf den Milchmarkt 2014

 
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