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Milchproduktion

Milch-Auktion: Preiskorrektur setzt sich fort

© fisfra/Fotolia.com
von , am
19.03.2014

An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (Global Dairy Trade) sind die Preise am 18. März nochmals deutlich gefallen. Genau genommen um 5,2 Prozent (%).

Der Betrieb produziert aktuell Rindfleisch für den Export nach Japan, in die USA und nach Südostasien. © jblah/fotolia.com
Bereits Anfang des Monats waren die Auktionspreise um vier Prozent zurückgegangen. Bei der jetzigen Auktion folgte ein weiterer Preisrückgang von über fünf Prozent.
 
Die aktuelle Korrektur war der stärkste Preisrückgang seit Juni 2013. Im letzten Jahr waren die Auktionspreise Mitte März zweistellig gestiegen und hatten dann Mitte April  ihren bislang höchsten Stand erreicht.
 
Im Vergleich zum März 2013 sind die derzeitigen Auktionspreise vier Prozent niedriger und die Preise vom Januar 2014 werden um knapp zehn Prozent verfehlt. Die gehandelte Menge an Milchprodukten (Handelsvolumen) hat zwar gegenüber dem Vormonat um rund fünf Prozent abgenommen, war jedoch mehr als doppelt so hoch wie im letzten Jahr zu diesem Termin.

Preise für Vollmilchpulver unter Druck

Bei der aktuellen Handelsrunde gaben vor allem die Preise für Vollmilchpulver und Milchfett, aber auch für Käse kräftig nach und zogen den Index nach unten. Die Auktionspreise des Indexschwergewichts Vollmilchpulver gingen erneut um 5,8 % zurück. Bei Magermilchpulver beträgt der Preisrückgang bei der aktuellen Auktion 1,6 %. Damit sind die Preise noch immer 13 % höher als im letzten Jahr.
 
Mit einem sehr kräftigen Abschlag von 10,7 % wurde bei der aktuellen Auktion wasserfreies Milchfett (AMF) gehandelt. Um 4,4 % nachgegeben haben zudem die Preise für Butter. Auch Käse (Cheddar) wurde mit einem deutlichen Abschlag von 4,1 % gehandelt. Gleichzeitig liegen die Käsepreise noch acht Prozent höher als im letzten Jahr.

Produktion und Export gewachsen

Aus Neuseeland meldet man für den Februar bei rekordhohen Milchpreisen eine Milchanlieferung, die rund fünf Prozent höher war als im letzten Jahr. Gleichzeitig war die neuseeländische Exportmenge fast elf Prozent größer als ein Jahr zuvor. Neuseeland ist der größte globale Exporteur von Milchprodukten. Derzeit ist es auf der neuseeländischen Nordinsel allerdings schon seit einiger Zeit sehr trocken und die Produktion wird dadurch etwas gedrosselt.
 
Nach Berichten von Händlern kaufen die Farmer wegen der hohen Milchpreise deutlich mehr Futter zu als sonst üblich um, die Erzeugung so lange wie möglich auszuweiten. Aus Australien meldete man für den Monat Januar ebenfalls eine Milch-Anlieferung die etwa drei Prozent höher war im Vorjahr. Allerdings haben auch in Australien etliche Regionen mit Trockenheit zu kämpfen.
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