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Milchproduktion

Milch-Erzeugerverband fordert, Kontraktverhandlungen vorzuziehen

© agrar-press
von , am
31.07.2012

Die Futtermittelpreise und damit die Kostenbelastung der Milchbauern steigen dramatisch. Daher fordert der bayerische Milcherzeugerverband die Kontraktverhandlungen vorzuziehen.

Anfang des Jahres erhielten Milchbauern rund 40 Cent je Liter Milch. © Mühlhausen/landpixel
Futtermittel haben sich im Juli drastisch erhöht, während sich der Milchpreis auf niedrigem Niveau hält. Laut Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) nimmt diese Situation für die Bauern "Existenz bedrohende Ausmaße" an. Deshalb fordert der VMB eine schnelle Anhebung des Milchpreises: "Darum sind die Verhandlungen der Molkereien mit dem Lebensmitteleinzelhandel im weißen Sortiment vorzuziehen. In den neuen Kontrakten müssen sich die zuletzt deutlich verbesserte Situation am Milchmarkt und die Kostenbelastung in der Milcherzeugung widerspiegeln" fordert der Verbandsvorsitzende Leonhard Welzmiller.
 
Die Milchbauern akzeptierten, dass geschlossene Verträge einzuhalten sind, aber spezielle Situationen wie diese erforderten außerordentliche Maßnahmen, heißt es von Seiten des VMB.

Starker Preisanstieg bei Getreide und Eiweißfutter

Dem bayerischen Milcherzeugerverband zufolge, hat der Milchpreis in Bayern, welcher aktuell zwischen 27 und 34 Cent netto liegt, seinen Tiefstand erreicht. Zwar ist mittlerweile eine Stabilisierung eingetreten, doch mit den stark gestiegenen Futtermittelpreise spitze sich die Situation der Milchbauern weiter zu. Besonders deutlich war der Preisanstieg bei Getreide und den Eiweißkomponenten. So stiegen die Preise für Sojaextraktionsschrot von Januar auf Juli 2012 um fast 50 Prozent. Die Dezitonne kostet etwa 50 Euro netto im Schnitt. Ursachen dafür sind das knappe Angebot sowie die verheerende Trockenheit in den USA, so der VMB

Zu Gast auf dem Milchviehbetrieb Meerwarth

 
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