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Milchproduktion

Milch: Exportpreise brechen um fast 9 Prozent ein

von , am
19.03.2015

Deutlich eingebrochen sind die Exportpreise für Milchprodukte auf der Handelsplattform Global Dairy Trade. Den größten Abschlag von 10 Prozent verzeichnete Vollmilchpulver.

Sowohl in Europa als auch in Neuseeland steigen die Preise für Milchprodukte und ziehen die Preise für Rohmilch mit nach oben. © Tom Bayer/fotolia
Die Exportpreise für Milchprodukte an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade zum ersten Mal in diesem Jahr gefallen. Insgesamt ist der Index der Exportpreise bei der aktuellen Auktion am 17. März um 8,8 Prozent eingebrochen. Ein Grund für den kräftigen Preisabschlag dürfte die Verbesserung der Wasserversorgung durch die starken Regenfälle in Neuseeland und auch in Ostaustralien sein. Hinzu kommt ein deutlich nachlassender Export von Milchpulver nach China.
 
Gleichzeitig erwartet die Rabobank in einer aktuellen Marktstudie, dass die chinesischen Einfuhren von Milchprodukten im ersten Halbjahr 2015 sogar um rund 50 % zurückgehen könnten.

Vollmilchpulver fällt fast um 10 %

Beim Indexschwergewicht Vollmilchpulver (VMP) brachen die Kurse im Vergleich zur letzten Auktion um 9,6 Prozent ein und fielen zudem unter die Marke von 3.000 US-Dollar je Tonne (t). Im Vergleich zum letzten Tiefstand von Dezember 2014 sind die VMP-Preise allerdings immer noch 31 Prozent höher. Die Preise für Magermilchpulver (VMP) sind bei der aktuellen Auktion um 5,5 % zurückgegangen. Im Vergleich zum November 2014 sind die VMP-Preise jetzt noch 19 % höher. Gleichzeitig sind die Preise für Magermilchmilchpulver jedoch 40 Prozent niedriger als vor Jahresfrist im März 2014. 

Preisabschläge auch bei Milchfett und Käse

Mit einem kräftigen Preisabschlag von 8,4 % wurde auf der Auktion wasserfreies Milchfett (AMF) gehandelt. Im Vergleich zum November 2014 sind die AMF-Preise noch um 18 % höher. Ebenfalls kräftig um 7,4 % nachgegeben haben die Auktionspreise für Käse (Cheddar). Im Vergleich zum letzten Tiefpunkt im November 2014 sind die Käse-Preise derzeit noch 9 % höher.  Einen Preisrückgang von 9,4 % gab es außerdem auch bei Butter. Die Exportpreise für Butter sind damit 22 % niedriger als im März 2014.
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