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Analyse

Milch: Exportpreise gehen auf höchsten Stand seit Juli 2014

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Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
03.11.2016

Anfang November machen die Exportpreise für Milchprodukte einen sehr kräftigen Sprung nach oben. Gegenüber dem Vormonat ging es 11,4 % nach oben.

Insbesondere die Preise für das im Handel mit China maßgebliche Vollmilchpulver steigen auf den höchsten Stand seit Juli 2014. Laut Dr. Olaf Zinke, Marktexperte beim agrarmanager, ist nach Einschätzung von Händlern die anziehende Nachfrage aus dem Reich der Mitte verantwortlich für den aktuellen Preisanstieg bei Milchprodukten. Gleichzeitig geht die Handelsmenge an Milchprodukten auf der Auktion überraschend deutlich zurück und ist zudem erheblich kleiner als im vorigen Jahr.

Auch die Preise für Magermilchpulver und Butter sind auf der aktuellen Auktion der internationalen Handelsplattform GlobalDairyTrade kräftig gestiegen. Demgegenüber legen die Auktionspreise für Käse nur leicht zu und die Notierungen für Buttermilchpulver sowie Kasein geben deutlich nach.

Exportpreis-Index auf Zweijahreshoch

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Bei der Auktion der internationalen Handelsplattform GlobalDairyTrade am 01. November ist der aus den gehandelten Produkten gebildete Preisindex um 11,4 Prozent (%) gestiegen und liegt damit bei einem Durchschnittswert von 3.327 US-Dollar/t. Damit ging es für den gewichteten Index der Exportpreise sehr deutlich, auf den höchsten Stand seit Juli 2014 nach oben.

Gegenüber dem letzten Tiefpunkt der Exportpreise von Anfang August 2015 ist das derzeitige Niveau der Exportpreise jetzt 94 % höher bzw. fast doppelt so hoch.

Wie sich die Notierungen in den einzelnen Segmenten entwickelt haben und weitere Informationen zu der aktuellen Global Dairy Trade Auktion finden Sie beim agrarmanager.

China kauft mehr Milchprodukte

Hauptgrund für den aktuellen Anstieg der Auktionspreise ist nach Einschätzung der meisten Analysten und Händler die anziehende Nachfrage (insbesondere nach Vollmilchpulver) aus China.

  • In den ersten 8 Monaten des laufenden Jahres importierten die Chinesen bereits rund 337.000 t Vollmilchpulver und damit rund 23 % mehr als im vorigen Jahr mit 275.000 t.
  • Auch dem Import von Molkepulver haben die Chinesen um 15 % auf 326.000 t ausgebaut.
  • Bei Käse stieg die Importmenge um 31 % auf 64.000 t.
  • Bei Butter nahmen die chinesischen Importe um 36 % auf 60.000 t zu. 
  • Dagegen waren die Einfuhren von Magermilchpulver mit 143.000 t sogar etwas kleiner als im vorigen Jahr. 

Der Anteil der Europäer bei den Exporten nach China liegt bei Käse bei 14 %, bei Magermilchpulver bei 21 % und bei Butter bei 10 %.  Bei den Exporten von Molke erreichen die Länder der EU einen Markanteil von 34 % und bei Kondensmilch von 73 %. 

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