Login
Milchproduktion

Milch: Globale Milchpreise halten ihr hohes Niveau

von , am
19.09.2013

Die Preise an der globalen Handelsbörse für Milchprodukte bleiben unverändert hoch. Im Vergleich zum Vorjahr ist das derzeitige Niveau der Auktionspreise etwa 54 Prozent höher.

Euter.jpg
© krick/agrar-press
An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (Global Dairy Trade) haben sich die Preise bei der letzten Auktion am 17. September fast nicht verändert. Auch die Exportpreise für Milchprodukte an den wichtigsten Exporthäfen Westeuropas und Ozeaniens blieben Mitte September unverändert hoch und sind damit deutlich höher als im September vor einem Jahr. Am europäischen Binnenmarkt halten die Preise für Milchprodukte im Großhandel im September ebenfalls ihr hohes Niveau.
 

Trotz Produktionsschub sind die Preise stabil

In die Neuseeland und Australien steigt die Milchanlieferung derzeit aus saisonalen Gründen kräftig an. Oftmals geraten die Preise während des "Springflash" genannten Produktionsschubs im ozeanischen Frühjahr unter Druck. Davon ist in diesem Jahr jedoch nichts zu merken. Das liegt offenbar an der starken globalen Nachfrage und den, trotz des steigenden Angebots aus Ozeanien, anhaltend guten Exportmöglichkeiten.
 
 

Hohe Preise kurbeln Produktion an und drosseln Absatz

Bislang sind die Auktions- und die Exportpreise in Ozeanien jedoch stabil. Gleichzeitig sind die Milchauszahlungspreise in Ozeanien (und Europa) zuletzt weiter gestiegen. Analysten rechen jetzt damit, dass die günstigen Witterungs- und Absatzbedingungen, in Verbindung mit den hohen Preisen, die Produktion weiter ankurbeln. Dieses kräftige Produktionswachstum könnte die Preise im weiteren Jahresverlauf unter Druck setzen. Auf der anderen Seite könnten die ebenfalls kräftig gestiegenen Verbraucherpreise den Konsum (auch in Europa) drosseln und damit negativ auf die Absatzmöglichkeiten zurückwirken.

China steigert den Import bei Vollmilchpulver kräftig

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
In den ersten sechs Monaten (Januar bis Juni) hat China bereits 306.000 Tonnen Vollmilchpulver importiert und damit 100.000 t mehr als im letzten Jahr. Anderseits ging die chinesische Einfuhr von Magermilchpulver um rund 20.000 t auf 82.0000 t zurück. Dafür sind jedoch die Butterimporte der Chinesen in den ersten sechs Monaten um 13 Prozent gewachsen und die Einfuhr von Käse ist rund 37 Prozent größer als im letzten Jahr.
 
Auch interessant