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Milchproduktion

Milch: Globaler und europäischer Milchmarkt sehr robust

von , am
04.09.2013

Die Preise an der globalen Handelsbörse für Milchprodukte gaben Anfang September um 1,1 Prozent nach. Gleichzeitig zeigen die Exportpreise an den wichtigsten Handelsplätzen einen festen Trend.

Sowohl in Europa als auch in Neuseeland steigen die Preise für Milchprodukte und ziehen die Preise für Rohmilch mit nach oben. © Tom Bayer/fotolia
An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (Global Dairy Trade) haben die Auktionspreise Anfang September um 1,1 Prozent nachgegeben. Gleichzeitig zeigen die Exportpreise an den wichtigsten Handelsplätzen Westeuropas und Ozeaniens einen sehr festen Trend. Sowohl in Europa als auch in Neuseeland steigen die Preise für Milchprodukte und ziehen die Preise für Rohmilch mit nach oben. Dabei gilt der feste Preistrend in Europa nicht nur für Milchpulver und für Butter sondern auch für Käse und andere Milchprodukte.
  

Neuseeland hat keine Exportprobleme mehr

Die Befürchtungen neuseeländischer Milchhändler, dass es in Folge des verunreinigten Milchpulvers mit Botulismusbakterien längere Handelsrestriktionen gibt, haben sich zerstreut. Das dürfte insbesondere den Export nach China wieder beflügeln.
Die Preise für Rohmilch und Milchprodukte am neuseeländischen Binnenmarkt sind zuletzt kräftig gestiegen. Im Juni und Juli befindet sich die neuseeländische Milchproduktion an ihrem saisonalen Tiefpunkt. Zum Saisonstart im Juni war die produzierte Milchmenge 6,9 Prozent niedriger als im letzten Jahr.

Neuseeländische Exportpreise legen weiter zu

Die an den Exporthäfen zum Monatswechsel erfassten Preise für neuseeländische Milchprodukte legten nach einer aktuellen Erhebung weiter zu. Einzige Ausnahme war Butter, bei der die Ausfuhrpreise zum Monatswechsel etwas nachgaben. Im Vergleich zum Vorjahr erhielten die Neuseeländer für ihr Vollmilchpulver Ende August mit durchschnittlich 5.000 US-Dollar pro Tonne gut 60 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Magermilchpulver war mit 4.7000 US-Dollar pro Tonne knapp 50 Prozent teurer und Käse mit 4.475 US-Dollar pro Tonne gut 20 Prozent teurer.

Weiter steigende Exportpreise für die Europäer

In Europa ziehen sowohl die Preise am Binnenmarkt als auch im Export weiter an. Allerdings hat der starke Euro die Wettbewerbsposition der Europäer zuletzt etwas geschwächt und die Produkte am Weltmarkt verteuert. Der durchschnittliche Preis an den europäischen Exporthäfen lag für Vollmilchpulver Ende August bei 5.075 US-Dollar pro Tonne und damit 53 Prozent höher als vor einem Jahr. Für Magermilchpulver wurden mit durchschnittlich 4.375 US-Dollar pro Tonne etwa 33 Prozent mehr und Butter erlöste im Schnitt 5.575 US-Dollar pro Tonne und damit rund 50 Prozent mehr.
 
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