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Milchproduktion

Milch: Lieferquote um 340.000 Tonnen überschritten

von , am
25.02.2014

Berlin - Die Milchanlieferung ist laut Berichten 2013 auf einem neuen Höchststand. Sie beträgt zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die nationale Quote wurde um rund 340.000 t überschritten.

Der Discounter Lidl will die Einkaufspreise für Molkereiprodukte nicht weiter senken. © NiDerLander / Fotolia
Die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien wurde im Kalenderjahr 2013 auf 30,31 Millionen Tonnen (Mio. t) erhöht. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um zwei Prozent und damit einen neuen Höchststand. Dies geht nach Berichten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) aus jüngsten Erhebungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervor.
 
Die Milchanlieferungen haben sich im Kalenderjahres 2013 in den einzelnen deutschen Bundesländern sehr unterschiedlich entwickelt: Während die Menge in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und auch Sachsen gegenüber dem Vorjahr annähernd gleich blieb, wuchs die Produktion in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, aber auch in Nord-Rheinwestfalen um drei bis fünf Prozent, teilt der Verband der Milcherzeuger Bayerns (VMB) mit.

Superabgabe in Rekordhöhe befürchtet

Bezogen auf das aktuelle Milchquotenjahr 2013/14 fällt die Steigerung der Produktion in Deutschland noch deutlicher aus. Laut Hochrechnungen der ZMB (Zentrale Milchmarkt Berichterstattung) und der AMI haben die Landwirte im Zeitraum April bis Dezember 2013 mit Molkereianlieferungen von 22,86 Mio. t das Vorjahresniveau um 2,7 % übertroffen.
 
Die nationale Lieferquote wurde damit um 1,5 % oder rund 340.000 t überschritten, wovon 133.000 t (knapp 40 %) von der Fettkorrektur verursacht wurden. Nachdem die Verarbeitungsbetriebe auch im Januar 2014 deutlich mehr Rohmilch als im Vorjahresmonat übernommen haben, ist laut VMB damit zu rechnen, dass im gesamten Quotenjahr 2013/14 die nationale Referenzmenge um bis zu 500.000 t überschritten wird, was eine rekordverdächtig hohe Zusatzabgabe zur Folge haben würde, berichtet die AMI. 
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