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Milchproduktion

Milchanlieferung geht saisonal leicht zurück

von , am
21.07.2014

Bonn - Die Milchanlieferungen an die deutschen Molkereien haben sich zur Julimitte im Einklang mit dem für diese Jahreszeit typischen Verlauf verringert.

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© krick/agrar-press
In der Woche zum 13. Juli ging die Anlieferungsmenge in Nordrhein-Westfalen laut Angaben der dortigen Landesvereinigung der Milchwirtschaft gegenüber der Vorwoche um 6,4 Prozent (%) zurück; die Vorjahreslinie wurde jedoch um 4,5 % übertroffen. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen berichtete von einem Minus in Höhe von 1,5 % imVorwochenvergleich; gegenüber dem entsprechenden Vorjahresaufkommen 2013 waren es 0,4 % weniger. In Rheinland-Pfalz waren die Anlieferungen nach Angaben der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft saisonal um 1,6 % rückläufig. Bundesweit hatte sich die Milchmenge in der Woche zum 6. Juli saisonal noch um 0,1% erhöht; die Molkereien konnten 3,8 % mehr Rohstoff als in der vergleichbaren Vorjahreswoche verarbeiten.
Abwartender Blockbuttermarkt
 
Die Butterproduktion der meldenden Betriebe im Bundesgebiet verringerte sich während der Woche zum 6. Juli saisonal um 3,2 %; gegenüber der entsprechenden Vorjahreswoche ergab sich aber eine um 10,2 % höhere Erzeugung. Nach Angaben der Butter- und Käsebörse in Kempten war die Nachfrage nach geformter Butter saisonbedingt "normal" und bei Blockbutter abwartend. Die amtliche Notierung bewegte sich am vergangenen Mittwoch (16.7.) in Kempten unverändert auf dem Niveau derVorwoche: Für lose Ware beließ die Kommission die Notierungsspanne bei 3,50 Euro/kg bis 3,60 Euro/kg. Im Vergleich dazu war abgepackte Ware im 250-g- Päckchen mit 3,40 Euro/kg bis 3,50 Euro/kg etwas günstiger.

Stabile Nachfrage nach Emmentaler Käse

Die meldepflichtigen deutschen Käsereien dehnten ihre Produktion in der Woche zum 6. Juli saisonal um 5,1 % aus; gemessen an der Herstellungsmenge der vergleichbaren Vorjahreswoche ergab sich ein Plus von 2,3 %. Das Geschäft mit Emmentaler sei in der Berichtsperiode stabil verlaufen, teilte die Kemptener Börse mit. Die Preise für diesen Käse tendieren allerdings seit dreieinhalb Monaten seitwärts: Die Notierungskommission bestätigte erneut die bisherige Preisspanne von 4,25 Euro/kg bis 4,70 Euro/kg. Trotz ruhigerer Nachfrage wurde auch die Käsespezialität Allgäuer Emmentaler aus Rohmilch zu unveränderten Konditionen verkauft. Die Notierung verharrte auf dem Niveau von 5,05 Euro/kg bis 6,15 Euro/kg.
 
Geringer Preisabschlag für Molkenpulver

Die Produktion von Magermilchpulver schränkten die Molkereiunternehmen in Deutschland während derWoche zum 6. Juli saisonal um 11,6 % ein; das waren aber noch 10,2 % mehr als in der entsprechenden Vorjahreswoche. Der Markt für Magermilchpulver präsentierte sich zuletzt uneinheitlich. Für Ware in Lebensmittelqualität ließen sich der Kemptener Börse zufolge für das Kilogramm - wie in der Vorwoche - zwischen 2,90 Euro und 2,96 Euro erlösen. Dagegen zeigte sich beim Verkauf an die Futtermittelindustrie eine leichte Schwächetendenz: Hier verringerte sich das untere Ende der Preisspanne von 2,55 Euro/kg auf 2,50 Euro und das obere Ende von 2,60 Euro/kg auf 2,55 Euro/kg. Auch Vollmilchpulver gab etwas nach; für ihre Ware erhielten die Hersteller zuletzt zwischen 3,17 Euro und 3,30 Euro, was einem Abschlag von 5 Cent am oberen Ende der Preisspanne entsprach.
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