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Milchmarkt

Milchanlieferung: Kommission rechnet mit Anstieg in der 2. Jahreshälfte

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
31.03.2017

Die Milchanlieferung in der EU lag im Januar 2,4 Prozent unter dem Vorjahr. Auch im Februar dürfte diese Entwicklung angehalten haben, kombiniert mit leicht steigenden Erzeugerpreisen.

Die Milchanlieferungen erhöhten sich im Jahr 2016 in der EU in Summe um 0,4 Prozent (%). Im zweiten Halbjahr wurde eine sinkende Tendenz verzeichnet, diese setzte sich im Januar 2017 fort, wo das Vorjahresniveau um 2,4 % unterschritten wurde. Im Februar dürfte diese Entwicklung angehalten haben, insbesondere in den großen Produktionsländern.

Für das Gesamtjahr 2017 wird ein Anstieg der Anlieferung um 0,6 % erwartet, wobei der Zuwachs vor allem in der zweiten Jahreshälfte erfolgen wird. Dies berichtete die EU-Kommission im Rahmen des jüngsten Treffens der Beobachtungsstelle für den Milchmarkt.

Erzeugermilchpreise legen auch im Februar zu

Die durchschnittlichen Erzeugermilchpreise stiegen in der EU im Januar 2017 auf 33,4 Cent/kg und haben laut vorläufigen Berechnungen auch im Februar zugelegt. Die Notierungen für Milchprodukte sind in der EU seit Jahresbeginn 2017 rückläufig, befinden sich allerdings noch deutlich über dem Vorjahresniveau. So wird bei den Butterpreisen derzeit der Vorjahreswert noch um 57 % überschritten, bei Vollmilchpulver um 41 % und bei Magermilchpulver immerhin um 11 %. Bei den Käsepreisen beträgt das Plus je nach Sorte zwischen 30 und 40 %.

In Ozeanien nähern sich die Notierungen für Molkereiprodukte jenen der EU und der USA an. Die EU-Produzenten sind laut Kommission derzeit am Weltmarkt noch in den Bereichen Butter und Käse wettbewerbsfähig, während Magermilchpulver von den USA um etwa 10 % billiger angeboten wird.

Magermilchpulver: Interventionsbestände nach wie vor hoch

Die Interventionsbestände an Magermilchpulver sind in der EU weiterhin hoch, weil hier noch kaum Auslagerungen stattgefunden haben. Aufgrund der saisonal ansteigenden Milchproduktion könnte es in den kommenden Wochen wieder zu Andienungen kommen, so die Erwartung der Kommissionsexperten.

Dem gegenüber befinden sich die Butterlager auf einem historisch niedrigen Niveau, dem entsprechend dürften die Butterpreise stabil bleiben. Bei Käse sollten die vergleichsweise geringen Lagerbestände in Kombination mit einer anhaltend guten Nachfrage und entsprechenden Exporten zu steigenden Preisen führen - insbesondere nach dem Höhepunkt der saisonalen Lieferkurve.

Welthandel mit Milchprodukten hat an Schwung eingebüßt

Der Welthandel mit Milchprodukten hat in den vergangenen Monaten an Schwung eingebüßt. Trotz der geringeren Nachfrage nach Magermilchpulver im Mittleren Osten und Asien konnten die USA wie auch Neuseeland die Exporte erhöhen - zum Nachteil der EU-Lieferanten. Der Butterhandel hat seit Jahresanfang aufgrund der hohen Preise an Volumen verloren, aber die Nachfrage ist nach wie vor gut.

Auch Käse ist laut Erhebungen der Kommission weiter weltweit gefragt, hier rechnen sich die EU-Exporteure gute Chancen auf den wichtigsten Absatzmärkten (USA, Japan, Südkorea) aus. Generell wird von den Experten eine extrem unterschiedliche Marktendenz bei der Milchfett- und der Eiweißkomponente beobachtet.

China dürfte seine Milchimporte nach Einschätzung der Analysten in diesem Jahr erhöhen Nach einem schwachen Start im Januar 2017 steigerte China seine Importe an Milchprodukten im Februar in allen Kategorien (ausgenommen Butterfett). Analysten erwarten, dass die Volksrepublik in diesem Jahr ihre Einfuhren in Summe erhöhen wird, der Zuwachs soll aber nicht mehr so groß ausfallen wie in den vergangenen Jahren.

Mit Material von aiz info
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