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Milchproduktion

Milchanlieferung steigt Anfang Oktober leicht an

von , am
14.10.2009

Berlin - Anfang Oktober stieg die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien kurzfristig entgegen dem saisonalen Rhythmus wieder an. Im Bereich der Dauermilchwaren tendieren die Preise weiterhin fest.

© agrarfoto.com

In der 40. Woche wurden laut der Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) 1,3 Prozent mehr Milch angeliefert als in der Vorwoche. Damit wurde die Vorjahreslinie wieder geringfügig überschritten. In Frankreich stiegen die Anlieferungen gegenüber der Vorwoche um 5,4 Prozent an. Der Abstand zum Vorjahresniveau wurde kleiner. Er belief sich noch auf - 4 Prozent. Die Preise für Industrierahm sind zu Beginn der laufenden Woche weiter gestiegen.

 

  • Käse und Butter:

Laut dem aktuellen Börsenbericht der Süddeutschen Butter- und Käsebörse vom Mittwoch ist Butter selbst auf höherem Preisniveau im Moment nur bedingt verfügbar. Die amtlichen Preisnotierungen vom 14. Oktober liegen wie in der letzten Woche zwischen 3,05 und 3,30 Euro pro Kilogramm geformte Markenbutter. Auch im Bereich der losen Makenbutter bewegen sich die Notierungen wie in der Woche zuvor zwischen 3,00 und 3,20 Euro pro Kilogramm.

Im Käse-Sektor bewegen sich die Preise konstant, bei einer normalen bis guten Nachfrage. Beim "Allgäuer Emmentaler" ab zehn Kilogramm sind die Notierungen hingegen weiter gestiegen und liegen nun zwischen 4,40 bis 5,30 Euro pro Kilogramm. Die Preisnotierungen des übrigen süddeutschen Käses bewegen sich im Rahmen der vergangenen Woche.

  • Milchdauerwaren:

Die Preise für Magermilchkonzentrat tendieren nach Angaben der Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) überwiegend stabil. Die Nachfrage nach Milchpulver habe sich belebt. Es finden weitere Verkaufsverhandlungen statt. Die Lebensmittelindustrie hat noch weiteren Deckungsbedarf. Das Angebot aus der laufenden Produktion sei derzeit gering, da die Käseproduktion hohe Milchmengen bindet und die Milchanlieferung etwas stärker zurückzugehen scheint als für die Jahreszeit üblich. Die Forderungen der Anbieter und auch die Zahlungsbereitschaft der Käufer steigen, so dass anziehende Preise zu beobachten sind. Dies treffe für Magermilchpulver in Lebensmittel- und Futterqualität und für Vollmilchpulver zu.

Für Magermilchpulver wurden beim letzten Verwaltungsausschuss für 36.744 t Exportlizenzen im Ausschreibungsverfahren erteilt, was auf eine verbesserte Exportnachfrage schließen läßt, so die ZMB weiter. Seit Ende August sind für über 90.000 t Magermilchpulver Exportlizenzen im Tenderverfahren zugeschlagen worden. Auch bei Molkenpulver sind die Preise weiter gestiegen. Das Angebot ist gering, was sich auch an hohen Preisen für Molkenkonzentrat zeigt. Die Nachfrage nach Molkenpulver verläuft in normalen Bahnen.

Die aktuellen Preisnotierungen von Butter, Käse und Milchdauerwaren der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse e.V. finden sie hier:

Zusätzliche Informationen finden Sie im Internet unter: www.butterkaeseboerse.de. (hek)

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