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Milchproduktion

Milchauktion: Angebot drückt die Preise

© by Paul/fotolia
von , am
05.03.2014

An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (Global Dairy Trade) sind die Auktionspreise bei der ersten Auktion im März deutlich um vier Prozent zurückgegangen.

Am Standort Langenfeld wird bis 2019 die Produktion der Bayerische Milchindustrie eingestellt. © w.r.wagner/pixelio
Der Preisrückgang auf der letzten Autkion war der stärkste seit Juni 2013. Im vorigen Jahr waren die Auktionspreise zu diesem Termin zweistellig gestiegen und hatten dann Mitte April 2013 ihren bislang höchsten Stand erreicht.
 
Allerdings hat die Handelsmenge bei der aktuellen Auktion gegenüber dem Vormonat, aber insbesondere gegenüber dem Vorjahr kräftig zugenommen. Trotz der Korrektur ist das derzeitige Preisniveau sehr hoch und die aktuelle Entwicklung der Exportnachfrage (insbesondere im Pulverbereich) deutet erst einmal nicht auf eine anhaltende Korrektur der Preise hin.

Größeres Angebot führt zu Preiskorrektur

Dennoch bringt der anhaltende Produktions- und Angebotszuwachs in Neuseeland, Europa und den USA ein größeres Angebot auf den Markt und führte zuletzt auch an den Exportmärken (beziehungsweise auch am europäischen Binnenmarkt bei einer Reihe von Milchprodukten (vor allem bei Butter) zu Preiskorrekturen.
 
Bei der aktuellen Auktion hat die Handelsmenge im Vergleich zur letzten Auktion kräftig um etwa 20 Prozent (%) zugenommen und ist sogar doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Insgesamt bleiben die Preise für alle Produkte jedoch sehr hoch und liegen je nach Produkt noch zwischen zehn und 35 % über dem Wert des letzten Jahres.
 
Der im Durchschnitt aller Produkte ermittelte Auktionspreis fällt mit knapp 4.800 US-Dollar erstmals seit Mitte Januar wieder unter die 5.000 Dollarmarke.

China gibt die Richtung vor

Gestützt wird der Markt derzeit vor allem durch die unverändert starke Nachfrage Chinas. Eine deutliche Abschwächung des chinesischen Bedarfs ist derzeit aber nicht zu erkennen. Vielmehr scheint das Gegenteil der Fall zu sein.
 
Zwar wächst die chinesische Milchproduktion und die Produktion von Milchprodukten (insbesondere von Vollmilchpulver) auch in diesem Jahr weiter, jedoch nimmt der Bedarf/Verbrauch noch weitaus deutlich schneller zu. Damit wird die Lücke zwischen Verbrauch und Produktion immer größer. Neuseeland meldete jedenfalls, dass die Ausfuhr von Vollmilchpulver nach China im Januar 2014 einen neuen Rekord erreichte und derzeit nichts auf eine Abschwächung der chinesischen Nachfrage hindeutet.
    Die ausführliche Meldung finden Sie in unserem Marktkompass ...
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