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Milchproduktion

Milch/Auktion: Exportpreise stabilisieren sich

© Mühlhausen/landpixel
von , am
18.06.2014

Die Preise an der globalen Handelsbörse für Milchprodukte haben offenbar einen Boden gefunden. Die Stabilisierung wird durch den saisonal bedingte Rückgang der Milchlieferungen gestützt.

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© krick/agrar-press
Nach einem 5-monatigen ununterbrochenen Rückgang der Auktionspreise für Milchprodukte sind die Kurse bei der aktuellen Auktion an der Global Dairy Trade Mitte Juni erstmals wieder ganz leicht gestiegen. Auf diese Stabilisierung hatte Anfang Juni bereits die Preis-Entwicklung an den europäischen Spotmärkten hingedeutet. Gestützt werden die Preise angebotsseitig unter anderem durch das Erreichen des saisonalen Angebots- und Produktionstiefpunktes in Ozeanien und zum anderen auch durch den ebenfalls saisonal bedingten Rückgang der Milchanlieferung in Europa.

Nachfrage steigt

Gleichzeitig berichten Händler und Analysten, dass die seit Februar 2014 um gut 25 Prozent gefallenen Exportpreise zuletzt wieder mehr Käufer auf den Markt zurückbringen. Damit wird die Nachfrage am Weltmarkt bei derzeit weiter abnehmenden Angebot zumindest stabilisiert. Am 17. Juni legten die Preise für die an der globalen Handelsbörse gehandelten Milchprodukte um 0,9 % zu. Insbesondere die Preise für Buttermilchpulver machten einen regelrechten Sprung nach oben. Auch Vollmilchpulver, das im internationalen Handel (China) mit Abstand wichtigste Produkt, konnte leicht zulegen und auch die Preise für Käse und Butter sind leicht gestiegen.

Vollmilchpulver teurer, Magermilch fast stabil

Entscheidend für die Preiserholung war die der Preisanstieg beim Indexschwergewichte Vollmilchpulver. Dieses Produkt ist (deutlich vor Magermilchpulver) das wichtigste Milchprodukt im Handel mit China und gilt als wichtigster Indikator für die Entwicklung der chinesischen Nachfrage und für das globale Angebot. Bei der aktuellen Auktion legten die Preise für Vollmilchmilchpulver um 2,4 Prozent zu. Dennoch kostet Vollmilchpulver (VMP) Mitte Juni rund 22 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Käsepreise steigen, Butter ebenfalls teurer

Käse (Cheddar) wurde bei der aktuellen Auktion erstmals mit einem Preisaufschlag von 2,4 Prozent gehandelt. Zu etwas höheren Preisen wurde außerdem Butter (+1,8 %) gehandelt. Damit kostete Butter derzeit etwa 6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Mit einem weiteren Abschlag von 3,8 Prozent wurde hingegen wasserfreies Milchfett (AMF) gehandelt. Den stärksten Preisanstieg verzeichnete man jedoch bei Buttermilchpulver mit 17,0 % und auch Kasein hat sich um 4,6 % verteuert.

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