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Milchproduktion

Milch/Auktion: Preise sinken weiter

© landpixel
von , am
21.05.2014

Keinen Halt haben die Preise bei der gestrigen Auktion an der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (Global Dairy Trade) gefunden. Der Preisabschlag war wieder etwas größer als beim letzten Mal.

Die neuseeländischen Milchbauern haben ihre Produktion deutlich gedrosselt. © Mühlhausen/landpixel
Bei der Auktion am 20. Mai sind die Preise für die gehandelten Milchprodukte um 1,8 Prozent (%) zurückgegangen. Insbesondere die vier Leitprodukte Vollmilchpulver, Magermilchpulver Butter und Käse setzten ihre Abwärtsbewegung weiter fort. Dagegen wurde Milchfett (AMF) und Kasein wieder etwas teurer gehandelt.
 
Das war die siebente Abwärtskorrektur in Folge. Damit sind Auktionspreise der gehandelten Produkte seit Februar 2014 um knapp 23 % gefallen und befinden sich auf dem tiefsten Stand seit 14 Monaten (Februar 2013).
 
Die Handelsmenge an Milchprodukten auf der aktuellen Auktion war 80 % größer als im letzten Jahr zu diesem Termin. Im Vergleich zur letzten Auktion von Anfang Mai hat die gehandelte Menge an Milchprodukten jedoch um rund zwölf Prozent abgenommen.

Milchpulver, Butter und Käse für Preisrückgang verantwortlich

Entscheidend für den Preisrückgang waren die nochmaligen Korrekturen bei den Indexschwergewichten Magermilch- und Vollmilchpulver sowie bei den beiden anderen Leitprodukten Butter und Käse.
 
Bei der aktuellen Auktion gaben die Preise für das wichtigste Handelsprodukt Vollmilchmilchpulver um 3,5 % nach. Damit kostet Vollmilchpulver (VMP) jetzt rund 18 % weniger als vor einem Jahr. Bei Magermilchmilchpulver wurden die Preise bei der aktuellen Auktion um 1,1 % nach unten korrigiert. Die Vollmilchmilchpulverpreise sind damit zwölf Prozent niedriger als im Mai 2013.

Preis für Kasein und AMF steigt

Bei der aktuellen Auktion konnten für einige Milchprodukte die Preise aber auch erneut etwas zulegen. Rund 1,9 % teurer als beim letzten Mal wurde wasserfreies Milchfett (AMF) gehandelt. Im Vergleich zum letzten Jahr sind die AMF-Preise jedoch knapp acht Prozent niedriger.
 
Den stärksten Preisaufschlag meldet man (erneut) für Kasein mit 4,6 %. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kaseinpreise damit sogar 17 % höher. Nicht gehandelt wurden diesmal Milch-Protein-Konzentrat und Laktose.

Milchvieh in Zentraleuropa

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