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Milchproduktion

Milchbauern ringen um Zukunftskonzept

von , am
15.07.2010

München - Johann Bauer ist der neue Vorsitzende der Vereinigung der Milcherzeugergemeinschaften in Bayern. Bauer erhielt auf der Mitgliederversammlung 36 von 64 Stimmen.

Josef Andres und Johann Bauer (v.l.) © Foto: Koch

Er ist gleichzeitig auch 2. Vorstand der MEG Altötting und Mitglied des Aufsichtstrates der Bayern-MEG. Johann Bauer löst damit Josef Andres ab, der altersbedingt nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stand.

Stellvertretender Vorsitzender: Martin Mayr

Als stellvertretenden Vorsitzenden wählten die MEG-Vorstände Martin Mayr von der MEG Augsburg-West. Andres bedankte sich für das jahrelange Vertrauen der MEG-Mitglieder. Gleichzeitig appelliierte er an die Milcherzeuger, das gemeinsame Vermarkten ernst zu nehmen. "Ich sehe es mit Bedenken, wenn Milcherzeuger aus den MEGs austreten und Liefergenossenschaften nicht mehr gemeinsam verhandeln". Nur mit Gemeinsamkeit lasse sich erreichen, dass bayerische Bauern auch weiterhin die höchsten Milchpreise in Deutschland erhielten.

Johann Bauer: 'Milchbauern müssen wieder zusammenhalten'

Der neue Vorsitzende Bauer will sich für eine positive Zusammenarbeit der Bayern-MEG mit dem Milch-Board einsetzen. "Ich bin überzeugt, dass wir Milchbauern wieder mehr zusammenhalten müssen und nicht gegeneinander arbeiten sollen." Nur so ließe sich ein besserer Milchpreis erzielen. Gleichzeitig erhielt Bauer von den MEG-Vorsitzenden den Auftrag, ein Konzept zu entwickeln, wie die Zukunft der Vereinigung der Milcherzeugergemeinschaft aussehen könne.

Bayern-MEG würde Milchvermarktung übernehmen

Einige Mitglieder können sich sogar eine Auflösung vorstellen. So hatte die Bayern-MEG angeboten, dass sie den Teil der Milchvermarktung mit übernehmen könne. Dabei könnten die MEGs, die noch nicht in der Bayern-MEG Mitglied sind, als fördernde Mitglieder beitreten. Dieser Vorschlag stößt aber nicht bei allen MEG-Vorsitzenden auf Gegenliebe. (dlz agrarmagazin)

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