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Milchproduktion

Milchbörse: Quotenpreis steigt auf 7 Cent/kg

von , am
04.11.2013

Die Preise an der Milchquotenbörse steigen weiter: Nach ihrem historischen Tief im April mit durchschnittlich einem Cent, kletterten sie bereits im Juli auf unerwartete drei Cent und stiegen nun erneut deutlich.

Mehrere Rinder in einem Betrieb aus Rheinland-Pfalz sind mit dem Schmallenberg-Virus infiziert. © Mühlhausen/landpixel
Der Preis für die Milchquote ist erneut gestiegen. Lag man bei der Milchquotenbörse im Juli bereits mit drei Cent je Kilogramm auf einem historischen Hoch, so stieg der Preis nun erneut im Schnitt auf sieben Cent je Kilogramm. Im gesamten Bundesgebiet wurden 228.933 Tonnen Quote übertragen. Das entspricht einem Anteil von 0,75 Prozent an der nationalen Referenzmenge in Höhe von 30.318.929 Tonnen Milch, die Deutschland im Quotenjahr 2013/14 zur Verfügung steht.
 
Die an der Börse gehandelte Gesamtmenge fällt im Vergleich zur Börse im Frühjahr dieses Jahres um 61.794 Tonnen höher aus und ist damit erneut deutlich um 37 Prozent angestiegen.

Übertragungsgebiet West: Quote kostet vier Cent mehr

Im Übertragungsgebiet West wechselte die Quote für sieben Cent je Kilogramm den Besitzer, also vier Cent je Kilogramm mehr als beim Börsentermin im Juli.
 
Von der bundesweiten Handelsmenge entfielen 198.270 Tonnen auf das Übertragungsgebiet West. Auf die nationale Referenzmenge bezogen wurden damit knapp 0,65 Prozent im Übertragungsgebiet West gehandelt. 

Übertragungsgebiet Ost: Quotenpreis steigt um zwei Cent

Im Übertragungsgebiet Ost betrug der Preis vier Cent je Kilogramm, zwei Cent je Kilogramm mehr als beim letzten Börsentermin.

30.663 Tonnen der bundesweiten Handelsmenge wurden im Übertragungsgebiet Ost gehandelt - das entspricht 0,10 Prozent der nationalen Referenzmenge.

Nachfrage hat zwar nachgelassen, übersteigt das Angebot aber immer noch deutlich

Insgesamt wurden auf dem 41. Börsentermin 229.317 Tonnen Milchquote angeboten und 675.454 Tonnen nachgefragt. Die nachgefragte Menge nahm im Vergleich zum letzten Börsentermin ab. Der Nachfrageüberhang in Höhe von 446.137 ist zwar immer noch sehr deutlich, aber nicht mehr so stark wie im Sommer. Die Zahl der Börsenteilnehmer stieg um ein Viertel auf 7.970:
 
Die Mehrheit der Teilnehmer waren erfolgreich, davon 2.233 Anbieter und 2.040 Nachfrager. Es konnten 36 Prozent der Nachfrager bedient werden.

Bauernverband: Handelspreis ist zu hoch

Aufgrund der anziehenden Milcherzeugerpreise und der anhaltenden Berichterstattung zu einer möglichen Superabgabe für das laufende Milchwirtschaftsjahr 2013/14 sei die Reaktion an der Börse absehbar gewesen, erklärt der DBV. Dennoch bleibe der Bauernverband bei seiner Grundsatzbewertung, dass der erzielte Handelspreis vor dem Hintergrund der auslaufenden Milchquote und einer eventuellen Überlieferungssituation zu hoch ist. Zu beachten sei jedoch, dass die Börsenergebnisse auf wenige Handelsbeteiligte und eine geringe Handelsmenge zurückgingen.  

Der nächste Termin für die Milchquotenbörse findet am 1. April 2014 statt.
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