Login
Milchproduktion

Milchbörse: Quotenpreis steigt um einen Cent

© agrar-press
von , am
01.04.2014

Heute hat die 42. Milchquotenbörse stattgefunden. Im Schnitt wurde das Kilo Milch für acht Cent gehandelt, nur 57 Prozent aller Nachfrager konnten bedient werden.

Bayern produziert mit 24,3 Prozent die meiste Milch in Deutschland. © landpixel
Der gewogene Durchschnittspreis für Deutschland liegt bei der 42. Milchquotenbörse bei acht Cent je Kilogramm Milch. Im Vergleich zum letzten Börsentermin im November 2013 ist der Quotenpreis damit bundesweit um einen Cent je Kilo gestiegen. Das geht aus Zahlen des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor.
 
Im gesamten Bundesgebiet wurden 247.475 Tonnen Quote übertragen. Das entspricht einem Anteil von 0,82 Prozent an der nationalen Referenzmenge in Höhe von 30.318.929 Tonnen Milch, die den deutschen Milchbauern im Quotenjahr 2014/15 zur Verfügung stehen.

Ein Drittel weniger Börsenteilnehmer

An der Börse wurde erneut mehr gehandelt, die Menge stieg um 18.541 Tonnen im Vergleich zur Herbstbörse 2013. Insgesamt wurden 251.374 Tonnen Milchquote angeboten und 403.069 Tonnen nachgefragt. Damit überstieg die Nachfrage das Angebot um 151.695 Tonnen.
 
Die Zahl der Börsenteilnehmer ging um ein Drittel auf 5.409 zurück. 76 Prozent aller Teilnehmer waren erfolgreich, davon 2.340 Anbieter und 1.745 Nachfrager. Allerdings konnten nur 57 Prozent aller Nachfrager bedient werden, teilte der DBV mit.

Übertragungsgebiet West/Ost: Jeweils ein Cent mehr je Kilo

Im Übertragungsgebiet West wechselte die Quote für acht Cent je Kilogramm den Besitzer, also ein Cent je Kilogramm mehr als beim Börsentermin im November 2013.
 
Im Übertragungsgebiet Ost betrug der Preis fünf Cent je Kilogramm, ebenfalls ein Cent je Kilogramm mehr als beim letzten Börsentermin.
 
Von der bundesweiten Handelsmenge entfielen 207.762 Tonnen auf das Übertragungsgebiet West und 39.713 Tonnen auf das Übertragungsgebiet Ost. Der nächste Termin für die Milchquotenbörse wird am 1. Juli 2014 stattfinden. 

Dacian Ciolos: Mehr Absatzförderung und Milchmarktbeobachtung

Auch interessant