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Milchproduktion

Milcherzeuger bekommen Superabgabe zurück

© landpixel
von , am
05.04.2011

Molkereien müssen für März 2011 keine Superabgabe einbehalten. Das haben BMELV und BMF entschieden. Bereits einbehaltene Gelder dürfen an die Landwirte zurückgezahlt werden.

Anfang des Jahres erhielten Milchbauern rund 40 Cent je Liter Milch. © Mühlhausen/landpixel
Da derzeit nicht von einer Überlieferung der Milchquote auszugehen ist, haben Landwirtschafts- und Finanzministerium (BMELV und BMF) entschieden, dass für März 2011 keine Superabgabe einbehalten werden muss. Bereits eingezogene Gelder dürfen zurückgezahlt werden.
 
Berufsstand und der Verband der Milcherzeuger Bayerns (VMB) haben sich bereits seit Anfang März für diese Regelung eingesetzt. Ziel war es, die Liquidität der Milchviehbetriebe zu verbessern. Der VMB  geht davon aus, dass alle Molkereien die Rückzahlung mit dem Milchgeld März noch realisieren können.

Milchquote: Keine Überlieferung für 2010/11 erwartet

Nach der bisher gültigen Milchquotenverordnung mussten Molkereien von den Milcherzeugern ein sogenanntes "Lieferungsentgelt" in Höhe von mindestens 30 Prozent der maximalen Superabgabe verlangen, wenn ein Landwirt seine Milchquote überliefert hat. Das bedeutet: Ab dem ersten Liter Überlieferung verblieben 8,35 Cent/kg (entspricht 30 Prozent der maximalen Superabgabe von 27,83 Cent) vom Milchgeld der Milcherzeuger bei der Molkerei.
 
Aufgrund der Entwicklung der Milchanlieferungen in den letzten Monaten ist jedoch davon auszugehen, dass die nationale Milchquote in Deutschland im Milchquotenjahr 2010/11 unterliefert wird. Im Februar lag die Quotenausnutzung bei 99,3 Prozent.
 
 
Bündelung auf dem EU-Milchmarkt: Aigner hält Vorbehalte für unbegründet (2. April 2011)

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