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Milchproduktion

Milcherzeugerpreise auf Rekordniveau

© agrar-press
von , am
05.10.2012

Bonn - Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft berichtet, sind die Milcherzeugerpreise in Deutschland im Jahr 2011 weiter gestiegen. Allerdings müssen die Landwirte auch höhere Kosten verkraften.

Momentan wirkt sich das große Angebot an Rohmilch negativ auf den Index für Agrarrohstoffe aus. © landpixel
Die Milcherzeugerpreise in Deutschland sind im Jahr 2011 weiter gestiegen. Alle im AMI-Jahresmilchpreisvergleich ausgewerteten Molkereien haben deutlich mehr ausgezahlt als 2010. Der Vergleichspreis lag im bundesweiten Mittel bei 35,0 Cent je Kilogramm für Milch mit 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß sowie bei einer Jahresanlieferung von 500 Tonnen. Im Schnitt erhielten die Erzeuger damit 3,9 Cent oder gut zwölf Prozent mehr für ihre Milch als im Jahr zuvor. Selbst die Spitzenwerte der Jahre 2007 und 2008 wurden damit leicht übertroffen.

Regionale Unterschiede bei den Michpreissteigerungen

Im Kalenderjahr 2011 wurde bei den Milchpreisen das Vorjahresniveau in allen Bundesländern deutlich übertroffen, wobei die Steigerungen regional, teils auch abhängig von den Verwertungsdifferenzen zwischen den einzelnen Produkten der Molkereien, unterschiedlich hoch ausfielen.
 
Am kräftigsten legten die Preise in der Region Nord, vornehmlich in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu. Hier wurde in der Spitze knapp fünf Cent je Kilogramm mehr gezahlt als 2010.
 
Auch im Osten und im Süden stiegen die Vergleichspreise im bundesweiten Ranking teils überdurchschnittlich.
 
Im Westen waren die Preissteigerungen in Nordrhein-Westfalen und der Region Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland dagegen im bundesweiten Vergleich am niedrigsten ausgeprägt. Hier hat sich der im Vergleich zu den anderen Milchprodukten geringere Preisanstieg bei Trinkmilch, die in diesen Regionen von starker Bedeutung ist, bemerkbar gemacht.

Anstieg der Kosten beachten

Insgesamt bewegten sich die im AMI-Milchpreisvergleich berechneten Preise 2011 bei einer Jahresanlieferung von 500 Tonnen zwischen 33,6 Cent je Kilogramm und 37,4 Cent je Kilogramm. Wie bereits im Vorjahr muss das höhere Milchgeld aber auch 2011 vor dem Hintergrund der gestiegenen Kosten der Milcherzeugung aus betriebswirtschaftlicher Sicht sehr kritisch betrachtet werden.
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