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Milchproduktion

Milcherzeugung: Lohnt sich teures Futter noch?

von , am
20.01.2015

Das neue Beratungstool 'Futter-Check' errechnet, wie viel mehr Milch, Fett und Eiweiß ein höherwertiges Kraftfutter erzielen sollte, damit sich der der Einsatz rechnet.

Die deutschen Milchbauern haben bis August 0,6 Prozent weniger Milch als im Vorjahr produziert. © Mühlhausen/landpixel
Zurzeit sinken die Milchpreise und Milchproduzenten suchen nach Einsparmöglichkeiten. Beim Kraftfutter als bedeutenden Kostenfaktor liegt es nahe, den Einsatz teurer Futterkomponenten zu hinterfragen. Eine Steigerung der Milchleistung um 100 Kilogramm je Kuh rechtfertigt allerdings einen Kraftfutteraufpreis von 1,35 Euro je Dezitonne - bei einem Milchpreis von 30 Cent und 22 Dezitonnen je Laktation.
 

Kraftfutterumstellung birgt auch Risiken

Die Umstellung auf ein günstigeres Kraftfutter setzt eine Risikoabwägung voraus. Wie viel kann ein Landwirt sparen und wie wirkt sich dies auf Milchleistung, Inhaltstoffe, Gesundheit und Fruchtbarkeit der Kühe aus? Veränderte Milchinhaltstoffe haben einen sehr großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit. Die Auswirkungen auf Gesundheit und Fruchtbarkeit sind erst mit zeitlicher Verzögerung erkennbar und sollten bedacht werden.
 
Die Berechnung basiert auf folgenden Werten:
 
• Kraftfutter: Preis und Menge je Kuh
• Milchpreis
• Milchleistung und Inhaltstoffe (Fett und Eiweiß)
• Fett- und Eiweißzuschläge der Molkerei 

Futter-Check errechnet, wie viel mehr Milch das Kraftfutter bringt

Möller Agrarmarketing hat ein Beratungstool im Excel-Format entwickelt - den Futter-Check. Damit berechnen Landwirte in wenigen Sekunden, wie viel mehr Milch, Fett und Eiweiß ein hochwertigeres Kraftfutter erzielen sollte, damit es sich rechnet. Die Werte können Milcherzeuger für die gesamte Laktation oder einzelne Abschnitte berechnen. Auswirkungen auf die Gesundheit und Fruchtbarkeit werden nicht berücksichtigt.
 

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