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Milchproduktion

Milch/EU: Exporte bestimmen die Richtung

© landpixel
von , am
31.01.2013

Für die europäische Milchwirtschaft könnte 2013 ein gutes Jahr werden. Diesen Schluss legen die mittelfristigen Einschätzungen zur Marktentwicklung der EU-Kommission nahe.

Den deutschen Milcherzeuger droht im letzten Jahr der Milchquote 2014/14 eine Superabgabe in Rekordhöhe. © Mühlhausen/landpixel
Die EU-Experten gehen von einem weiteren Wachstum der Exporte aus. Gleichzeitig sollen auch die Verbrauchsmengen bei Käse und Frischmilchprodukten am EU-Binnenmarkt zunehmen.

Export bestimmt die Entwicklung am Binnenmarkt

Maßgeblich für stabile Milchpreise und einen stetigen Absatz bleibt jedoch der Export. Fast ein Viertel der weltweit gehandelten Milchprodukte (Milchäquivalent) kommen aus der Europäischen Union. Das entspricht etwa acht Prozent der europäischen Milchproduktion.
 
Von der gesamten Käseproduktion der EU gehen neun Prozent in den Export und bei Magermilchpulver wird fast die Hälfte exportiert.

Produktion und Anlieferung nehmen zu

Die Milchproduktion wächst nach Einschätzung der Kommission sowohl im laufenden Jahr (2103) als auch nach dem Ende der Quotenregelung weiter. Für 2013 beträgt das Produktionswachstum etwa 0,6 Prozent (%) auf 154,3 Millionen Tonnen (Mio. t) und die Milchanlieferung an Molkereien wächst um 0,9 % auf 141 ,4 Mio. t.

Höhere Leistung, etwas weniger Kühe

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Grundlage des Produktionswachstums ist eine höhere Milchleistung sowohl in der alten EU 15 als auch in Osteuropa. Der Bestand an Milchkühen in der EU geht 2013 gegenüber dem Vorjahr weiter um 0,2 Mio. Tiere auf insgesamt 22,5 Mio. Kühe zurück. Auch im darauffolgenden Jahr erwartet die Kommission noch einen Rückgang des Bestandes, während die Zahl der Kühe nach dem Ende der Quote wieder leicht zunehmen könnte.
 
 
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